Es gibt neben Steuerhinterziehung, natürlich noch andere Strafbestände, die mit äußerster Härte gerichtet werden: Selbstverteidigung. Selbstverteidigung ist momentan einfach nur verpönt. Das hat mehrere Gründe. Erstmal hat der Selbstverteidigende dadurch, dass er sich nur verteidigt bewiesen, das er an keiner Persönlichkeitsstörung, Depression oder sonstiger Verwirrung leidet. Er hat nämlich rationales Handeln bewiesen. Somit kann es schon mal keine Milde geben. Außerdem hat ein Verteidigender generell illegal Selbstjustiz angewandt. Die Exekutive ist nämlich die Aufgabe der Polizei. Mündige Bürger wollen wir nicht! Des weiteren ist es natürlich falsch sich zu verteidigen. Alle Wertgegenstände sollten schleunigst ohne Umschweife ausgehändigt werden. Die pflichtbewusste Übergabe an den neuen Besitzer, sollte möglichst mit einer demütige Haltung durchgeführt werden. Besser ist es noch dem Benachteiligten beim plündern des Girokontos sofort zu helfen.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn Sie über eine kriminelle Laufbahn oder eine soziale Benachteiligung verfügen, können Sie wenn Sie sich wehren durchaus mit einem milden Urteil davonkommen. Dafür müssen Sie sich natürlich auch ordentlich wehren, also nicht nur so ein bisschen, das wäre ja schon wieder rational.
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Ein Demokrat verliert die Lust am Wählen
Deutschland droht ein sehr Wahlthemen-bezogener Wahlkampf, den Nebensächlichkeiten, Gefühle und Vorurteile entscheiden werden. Das muss nicht schlimm sein. Jemand der Kompetenz ausstrahlt, könnte tatsächlich auch welches besitzen. Ein Regierung muss man aber daran messen, was sie liefert. Was wir aber stattdessen erleben ist ein politisches Desaster. Hunderte Milliarden Fehlbeträge durch Target 2 Forderungen, eine vollkommene desaströse Planwirtschaft bei der Umsetzung der “Energiewende”, Aufgabe und Entmachtung der demokratischen Grundordnung in einigen Wahlkreisen, sittenwidrige Ausbeutung der Geringverdiener und Ausbau der Schmarotzerindustrie (fast jeder zweite Euro in Deutschland geht durch die staatliche Hand). Die Politik ist nicht einmal mehr in der Lage einfache Bauprojekte umzusetzen: Flughafen in Berlin, Hauptbahnhof in Stuttgart, Freizeitpark beim Nürburgring, Elbphilharmonie in Hamburg, etc. Sieht denn Niemand die Mängel im Land oder will dies einfach Niemand sehen?
Es ist klar wer die Wahl gewinnen wird. Das ist Merkel. Steinbrück ist unglaubwürdig. Steinbrück hat zudem sein Bundestagsmandat vernachlässigt. Er hofft jetzt auf eine Marktsteigerung seiner Honorare, falls er Kanzler wird. Dagegen ist der Wähler bei der Merkel sicher. Sie regiert Deutschland quasi direkt-demokratisch – nach dem aktuellen Stand der Meinungsumfrage. Zudem würde nur ein Verrückter den Wagenlenker austauschen, wenn der Wagen gerade den Berg runter brettert. Zudem wird es die erste Wahl werden, in der es nur so von Ratschlägen aus dem EU-Ausland hageln wird. Ich fürchte, dass die Belehrungen aus den südlichen EU-Ländern, ja einen vermeintlich sozialistischen/sozialdemokratischen Kanzler zu wählen, in das genau Gegenteilige verkehren werden.
Nun wären wir schon bei dem Verursacher fast jedem politischen Problems. Das ist die EU. Statt die Probleme zu verringern und Wohlstand zu sichern, sorgt die EU für eine zügige wirtschaftliche und politische Ruinierung. Meine größte Sorge ist das, was wir nach einer Vollendung des europäischen Integration erwarten dürfen. Wobei dies eine köstliche Parallele zum Sozialismus ist, der auch immer in der Endphase war. Was wir erwarten dürfen, sehen wir jetzt schon in Pommern. Den Verlust am Glauben an die Demokratie.
Diesen habe ich noch nicht verloren, aber ich werde trotzdem in das Lager der meisten Wähler übertreten.
Die US-Wahl: Analyse
“Four more Years” waren Barack Obamas Worte zu seiner Wiederwahl. Damit dürfte auch alles zu seiner nächsten Wahlperiode gesagt sein.
Doch es gibt mehrere interessante Gesichtspunkte zu dieser Wahl:
So hat Romney die Wahl aus zwei wesentlichen Gründen verloren. Als erstes hat er sehr viele Stimmen Aufgrund des Hurrikan mit dem Ostdeutschen Namen Sandy an Obama verloren. Es war keine Inszenierung aus alleinigen Selbstzweck raus, da eine verunsicherte Bevölkerung in Krisenzeiten eine Führungsperson braucht. Diese wird gebraucht um die Bevölkerung zu beruhigen und aufzubauen, weil es viel Kraft kosten wird alles wieder aufzubauen und das Geschehene zu verarbeiten. Andererseits ist Obama ein guter Schauspieler und hat vollkommen perfekt den Rettungsleiter und Aufbauspezialisten gemimt. Was natürlich absoluter quatsch ist. Warum sollte oder muss ein Präsident ein guter Katastrophenmanager sein? Gut in Griechenland oder Japan wäre dies verständlich. Andererseits: Würde sich jemand etwa eine ausgemachte Schlaftablette wie z.B. den franz. Präsident Hollande in den Krisenzeiten als Retter wünschen. Wohl kaum.
Man kann in diesem Punkt Obama keinen Vorwurf machen, dass er inszeniert hat, weil die Inszenierung seien musste.
Das wahrscheinlich noch viel größere Manko des Romney war, dass er keine klare Linie hatte. In den Vorwahlen war er Rechts, im Duell mit Obama war er so liberal, dass selbst Gandhi neidisch gewesen wäre. Er ist der Prototyp eines Opportunisten. Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund warum er den Sektenspinnern ( den Mormonen ), dessen Glauben jeglicher Vernunft widerspricht, nicht wie ich den Rücken zugekehrt hat. Er hätte es sich ja mit Joseph Smiths Urenkeln verübeln können.
Auch sein Statement über die 47%, die keine Steuern zahlen, keinen Sinn für Eingenverantwortung haben und deshalb Obama wählen, war einfach nur billige Polemik für die Supereichen beim Dinner. Bei einem Treffen mit Gewerkschaftlern hätte er über parasitäre Investmentmanager, die keinen Sinn für das Wohlergehen der Nation haben, gesprochen. Romney hat sein kurzfristige Gleichziehen oder vielleicht auch Überholen Obamas vor der Wahl alleine der Antipathie und dem Misserfolg Obamas zu verdanken gehabt.
Kommen wir zu dem nächsten Interessanten Thema. Der Obamanie. Mit der Obamanie meine ich die vollkommene Übertreibung der positiven Eingenschaften Obamas ( und dem gleichzeitigen Verteufeln der Republikaner ) innerhalb Deutschlands. Es gibt keine Umfrage in der soviel Einigkeit herrscht ( über 90% zu 3% für Obama gegenüber Romney ). Das gab es noch nie. Das ist nicht zu Erklären. Diese Obama-Gläubigkeit macht mir Angst.
Versuchen wir mal diese hohe Prozentzahl einmal nachvollziehen: Den Widersacher kennt kaum einer, die Medien sind klar für die Demokraten ( betreiben Propaganda ), Obama hat mehr Charisma. Einer der weiteren Punkte ist, dass man als Obamaunterstützer mit zu “den liberalen Vordenkern” gehört und es kostet nicht mal eine echte Wahlstimme. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass einige Republikaner, waschechte Rassisten sind. Diese werden den Deutschen regelmäßig als Durchschnitts Republikaner präsentiert. Eine Partei die Rassisten hat geht gar nicht. Das wäre in jedem guten europäischen Land ein Fall für die SS, den Staatsschutz. Aber zu den fantastischen, schlimmsten und nervigsten Obama-Anhänger in Deutschland zählt ein Teil der Frauen. Diese Verhalten sich so als ob sie gerade auf einen Heiratsschwindler reinfallen würden. Für was muss Obama nicht alles Herhalten: Er sei für eine Welt ohne Waffen, gegen die Atomkraft, gegen die Todesstrafe, gegen den Kapitalismus.
Zum Glück stimmt dies alles nicht wirklich. Obama hat weder die Todesstrafe abgeschafft oder das Waffengesetz reformiert. ( Leider wurden auch Börsengeschäfte nicht besteuert. ) In ihrer Obamanie können sie auch nicht die Realität, die aus ihrer Weltanschauung traurig seien müsste, erkennen. Obama hat Guantanamo nicht geschlossen, er hat auch Osama erschießen lassen.
Zum Glück begegnet Obama seinen Deutschen Anhängern mit der gebührenden Missachtung. Und mit etwas Glück werden wir nie eine Rede von ihm als Präsidenten in Deutschland hören. Wobei diese besseres Kapital für Parodien als alle Nachhaltigkeitsveranstaltung der Welt zusammen liefern würde.
Kurz Zusammengefasst: Romney ist der Obama mit mehr Wirtschaftsverständnis. Obama ist der Romney mit mehr Charisma.
Ein sinnloser Mord
Selbst bei einem Mord, der als “grundlos” tituliert wurde, wird versucht der Tat eine tiefere Bedeutung zu geben. So hat fast jede Ideologie seine eigene Auslegung. Die Sozialisten sehen in der sozialen Schieflage, die Islamkritiker in dem Islam und die Esoteriker in der Platzgestaltung die Ursache für den Mord.
Dabei ist die Ursache doch viel banaler – es war Mordlust. Der “Auslöser” ist doch egal. Vielleicht wurde den Mördern die Vorfahrt genommen, vielleicht hatten sie aber auch sonst einfach nur einen schlechten Tag. Es spielt auch keine Rolle, ob der Mordlust eine Ideologie übergestülpt wird. Ist etwa eine sozialistisches Motiv besser als ein Islamistisches, ein Rassistisches besser als ein Ökologisches?
Eins wird langsam immer klarer: Das europäische Modell, das auf pädagogische Maßnahmen setzt, versagt. Die Strafen haben keine abschreckende Wirkung, so dass die Täter sich ermuntert fühlen zuzuschlagen.
Es ist nun Erntezeit!
Für die ökologische Bewegung ist nun Erntezeit. Für den kleinen deutschen Mann heißt es, dass er bald in seiner überteuerten Luft-isolierten und verschimmelten Wohnung im Dunkeln hocken wird. Ein Auto mit einer gültigen Feinstaubplakette kann er sich jetzt schon nicht mehr erlauben. Bald wird er sich auch das Essen nicht mehr leisten können, da die hohen Sprit und Strompreise auch die Preise der Nahrungsmittel enorm erhöhen. Den Billiglohnjob ist er auch bald los, wenn die Energie-intensiven Unternehmen ihre Arbeitsplätze ins Ausland umschichten.
Immerhin werden es seinen Kindern, die schon im Kleinkindalter vom Staat eine Grün-ökologische Gehirnwäsche und Erziehung verabreicht bekommen, besser ergehen. Denn sie werden, sofern sie sich noch einen Rest vom gesunden Menschenverstand erhalten haben, auswandern.
Der Rassismus ist allgegenwärtig
Multikulti soll die Lösung für eine Gesellschaft, die aus verschiedensten Religionen und Rassen (politisch korrekt: Ethnien) besteht sein. Doch was genau möchte der Multikulturalismus?
Der Multikulturalismus möchte, dass alle Menschen gleich behandelt werden. So weit so gut. Doch ein Großteil der Multikulti-Bewegung möchte nicht nur dies, sondern auch, dass es den Migranten, Ausländer und sonstigen nicht ethnisch-Deutschen genauso gut geht wie den Deutschen. Also, dass es genauso-viele Millionäre, Abiturenten und Nicht-Schulversager gibt wie unter den Deutschen. Das stellt die Multikulti-Anhänger vor der Herausforderung, Menschen die nur unzureichend Deutsch können genauso-gute Chancen wie Muttersprachlern zugeben. Dies geht nur indem man die Kauderwelsch-Sprecher besser behandelt als die Muttersprachler.
Doch dies ist bei weitem nicht das einzige Problem des Multikulturalismus. So scheitert er einfach daran, dass ein Großteil der Menschen einfach Rassisten sind. Dabei muss es nicht nur immer von der Mehrheitsgesellschaft, die entweder keine Ausländer will oder die Ausländer besser als die Deutschen behandelt, da sie den Ausländern keine gleichwertige Leistungen zutrauen, ausgehen. Auch viele Migranten, die zum Beispiel darunter leiden das sie selbst nicht blond sind oder das die Allgemeinheit ihren Namen nicht richtig aussprechen kann, sind Rassisten. Den langweiligen bösen und plumpen Rassismus gibt es natürlich auch noch. So bringt eine Vergewaltigung bei der Täter und Opfer unterschiedlichen Religionen oder Ethnien angehören, die Menschen eher auf die Straße, als eine Vergewaltigung innerhalb einer Volksgemeinschaft.
Der Rassismus bringt immer mal wieder neue schöne Stilblüten zum Vorschein: „Ihr sollt endlich aufhören uns andauernd zu pauschalisieren“.
Somit sind fast alle Rassisten. Mit dem Rest der Bevölkerung, die keine Rassisten sind, kann man nicht mal eine kleine Insel wie Wangerooge besiedeln. Multikulti ist gescheitert.
Genehme und nicht genehme Provokationen
Es gibt scheinbar zwei Arten von Provokationen. Zumindest, wenn man die Reaktionen der Medien nach einem „Islam-Schmäh-Film“ mit denen nach dem Auftritt von Pussy-Riot vergleicht.
Ich möchte hiermit nicht die eine Provokation gegen die andere ausspielen. Ich möchte vielmehr die einseitige Sichtweise der Medien kritisieren.
Ich bin generell für Provokationen! Warum? Weil Provokationen gesellschaftliche Situationen, Hierarchien und Weltanschauungen in Frage stellen. Die Provokation wirkt auf die Gesellschaft wie eine Schocktherapie. Somit können sich Gesellschaften weiter entwickeln.
Warum reagieren die Medien auf das Mohammed-Video vollkommen anders als auf die Provokation von Pussy-Riot? Der Hauptgrund liegt darin, dass die Provokateure rechts statt links sind. Wäre das Ziel der Provokation die USA statt dem Islam gewesen, hätten sich die ganzen Kommentatoren, die eine Mitschuld oder gar die volle Schuld bei den Filmdrehern sehen, sich innerlich die Hände gerieben. Mich persönlich widert dieses moralische Getue und vorgetäuschte Verständnis für Mörder einfach nur an. Und wahrscheinlich fördert gerade das von dem Westen gezeigte Verständnis für den Lynch-Mob, die Islamisten am meisten.
Es gibt keine moralische Begründung für die Provokation. Es ist immer nicht nett zu provozieren. Die Provokationen in gute und schlechte zu unterscheiden ist hingegen heuchlerisch. Pussy-Riot hat nur ein Lied in einer Kirche gesungen und ein Kopte hat zusammen mit Evangelikalen einen Film über Mohammed gedreht. Es handelt sich also um Lappalien. Und wären die arabischen Länder und Russland liberale Demokratien, so wären die Provokationen nur eine kleine Randnotiz gewesen. Selbst innerhalb der wirtschaftlich aufstrebenden Türkei gab es kaum Proteste.
Das Ziel der linken Medien ist ein links-konforme Gesellschaft, die gleichgeschaltet ist, und ein Land, das eine Art Besserungsanstalt ist. Der Weg ist moralischer Rassismus, da ihre Propaganda darauf aufbaut, dass Araber oder Muslime bei womöglichen Beleidigungen zu Islamisten mutieren. Die Islamisten profitieren davon und versuchen ihre Ansichten auch in unseren westlichen Demokratien mit der Zuckerbrot und Peitsche-Methode durchzusetzen. Eigentlich wären sie ja ganz nett, doch wer den Onkel Mohammed verunglimpft ist doch selber Schuld.
Nochmals: In einer Demokratie spielt es keine Rolle welche Rasse, welche Religion, oder welche Gruppe ich kritisiere oder provoziere, weil gleiches Recht für alle gilt.
Der sagt doch was, was die Nazis auch gesagt haben
In einer Islamdebatte, ich habe durch Zufall in eine Islamdebatte rein-gezipt, hat Abdel Samad eine Metapher verwendet. Er verglich den Islam mit einem Kapitän, der eine Karte aus dem siebten Jahrhundert verwendet.
Darauf hin hat später, bei den Zuschauerfragen, eine Frau hysterisch davon gefaselt, dass das Schiff eine schlechte Metapher sei, da Nazis oft davon sprechen, dass das Boot voll sei.
Zum einen ist erstaunlich, was für Assoziationen manche Menschen haben, wenn es um das dritte Reich oder die Neonazis geht. Man könnte meinen, dass manche Menschen den halben Tag lang Nazisprüche sich anhören und lesen, sonst würden sie nicht auf solche absurden Gedanken kommen. Abdel-Samads Metapher hatte nun wirklich überhaupt nichts mit dem Gewäsch von den „Nationaldemokraten“ zu tun.
Der andere Gedanke der mir dabei kommt ist: Warum sollen wir nicht Wörter, die vielleicht auch im dritten Reich gesprochen wurden, benutzten? Wir essen doch auch mit Messer und Gabel. Ich fürchte, dass dies auch die Nazis im dritten Reich taten. Außerdem benutzten viele sowieso Joseph Goebbels Zitat „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ ( Das Zitat Stammt nicht von Churchill. Churchill hat gesagt, das die statistische Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland den zweiten Weltkrieg gewinnen werde, bei 0 liegt. Darauf hat Goebbels die Propagandamaschine ins laufen gebracht und Churchill dieses Zitat untergejubelt um die Glaubwürdigkeit Churchills zu untergraben. Diese Propaganda hat immer noch großen Erfolg, da viele Leute tatsächlich glauben, dass es Churchill gesagt hätte.)
Natürlich gibt es Zitate die gegen den guten Geschmack verstoßen, da die Nazis sie pervertiert haben. Dazu zählt für mich „entartet“ oder „Arbeit mach frei“.
Zum Abschluss muss ich aber noch gestehen, dass mir derbe Zitate gefallen, auch obwohl ich den Autoren hasse. Aber Wörter sind wie Wind. Jeder darf mit ihnen machen, was er will. Gut gefällt mir auch: „Es kommt auf den Zähler an und nicht auf den Wähler“ – Stalin. „Wenn ich schon intellektuell höre, geht mir mein Messer in der Tasche auf“ – Goebbels.
Und zum Abschluss ein Zitat von Churchill. Die Dame sagte zu Churchill: „Wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee schütten.“ Darauf antwortete Churchill: „Wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken.“
Die Islamdebatte
Den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland.“. Kann man auf mehrere Weisen interpretieren. Die erste Interpretation, die von dem aus dem Bundespräsidentenamt zurückgetretene Wulff, ist dass der Islam von Deutschen praktiziert wird. Also gehört der Islam zu Deutschland.
Nach dieser Logik gibt es aber nicht viel, was nicht zu Deutschland gehört. Genauso gut hätte man auch behaupten können, dass der Antisemitismus, der europäische Buddhismus ( der Nihilismus ) und der Nationalsozialismus zu Deutschland gehören. Somit ist diese Interpretation sinnlos.
Natürlich gehört der Islam nicht zu Deutschland. Dabei meine ich nicht die historische und die kulturelle Interpretation, in denen der Islam auch nicht zu Deutschland gehört. Sondern die demokratischen Werte, wie Meinungsfreiheit, Gleichheit und die kritische Nachfrage. Dies alles fehlt im Islam. Jetzt könnte man dagegen argumentieren, dass die wenigsten Religionen der Demokratie entsprechen. Stimmt, aber das Christentum ordnet sich dem Staat unter und versucht nicht das politische Tagesgeschäft zu bestimmen. Außerdem versucht das Christentum in Europa nicht ein eigenes Strafrecht durchzusetzen.
Dagegen kann man argumentieren, dass man den Islam gar-nicht verallgemeinern kann, weil es DEN Islam nicht gäbe. Tatsächlich verallgemeinert fast niemand den Islam, der Sufismus ist anders als der Salafismus. Doch der Sufismus spielt kaum eine Rolle. Während der Salafismus eine feste politische Größe in Saudi-Arabien ist, spielt der Sufismus keine Rolle in den islamischen Ländern. Mit anderen Worten: Der Islam wird daran gemessen, wie er sich verhält, wenn er in der Majorität ist. Und die Meinungsumfragen zu Freiheit, Gleichberechtigung von Muslimen belegen dies.
Dieses Zitat von Goebbels könnte auch von einem Islamisten stammen: „”Wenn unsere Gegner sagen: ›Ja, wir haben Euch doch früher die [...] Freiheit der Meinung zugebilligt.‹ Ja, Ihr uns! Das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! [...] Daß Ihr das uns gegeben habt, das ist ja ein Beweis, wie dumm Ihr seid!
Das Propaganda-Fernsehen
Das Fernsehen ist grausam. Das Fernsehen ist dumm. Und das Fernsehen macht Propaganda.
Ich habe versucht mir die Olympiade anzuschauen. Doch stattdessen kam eine Dokumentation über die Liebesgeschichten der Olympiade. Ich wollte schon umschalten, bis folgender Satz zu hören war: „Bei Liebesgeschichten und Olympiade fällt einem sofort 1972 ein.“. Jetzt war ich wirklich erst einmal baff. Mir, nicht Zeitzeuge, fällt zur Olympiade 1972 nur eine Sache ein, die in die Geschichte der Olympiade eingegangen ist und eine Romanze war das garantiert nicht. Nach dem ich mich wieder zu Besinnung gekommen bin, habe ich sofort umgeschaltet. Wenn schon nicht Olympia, dann finde ich vielleicht eine Doku über den Marsroboter, habe ich mir gedacht. Doch im nächsten Kanal, der bei mir 24h-Tagesschau heißt, lief SWR. Das Thema der Sendung war, ob die Industrie den Ökostrom mit zahlen muss oder wie wir sie dazu zwingen müssen oder so ähnlich. Dazu wurden drei Leute per Skype befragt wie ihre Meinung zu dem Thema sei. Der erste, ein Student, hat gesagt, dass er es eigentlich nicht sagen möchte, aber dass endlich umverteilt werden muss. Der nächste meinte, dass die Natur es sich endlich verdient hätte. Der letzte, ein Solaranlagenbesitzer konnte seinen Vorrednern nur zustimmen und fügte noch hinzu, dass es 20-30 Prozent Einspar-Potential gäbe.
Der Gedanke, dass man die Kosten einfach senken könnte, indem man die Milliarden Euro Subventionen und die bevorzugte Netzeinspeisung der erneuerbaren Energien streichen würde, hatte leider niemand.
Bei Zuschauerbefragungen stelle ich mir oft die Frage, wie es bei einer direkten Demokratie aussehe. Mir wird bei dem Gedanken, wie es bei einer direkten Demokratie laufen würde, Angst und Bange. Würde man dann noch viel schneller und noch ignoranter in den Abgrund springen?
Andererseits könnte es ja auch funktionieren. Die Politiker haben, wie sie oft beweisen, auch keine Ahnung. Doch man braucht so etwas wie neutrale und faire Medien, die keine Propaganda betreiben.
Ein weiteres Beispiel für die nicht ganz unparteiische Berichterstattung, kam erst gestern im Fernsehen. Nicht nur, dass sie einseitig über die US-Präsidentenwahl berichten, so haben sich die deutschen Nachrichten, die eigentlich besonders amerikakritisch sind, vollkommen dem simplen Niveau der US-Präsidentschaftswahlen angepasst. Dort geht nämlich im Prinzip nur darum, dass der Kandidat gewinnt, dem am wenigsten Missgriffe gelingen. Nach diesem Motto berichten die deutsche Medien fast ausschließlich von Romneys Versprechern. Am besten war, der Gesichtsausdruck der Moderatorin als sie über eine Kurzzusammenfassung des Programms der Republikaner gesprochen hat. Es hat so ausgesehen als ob sie in eine Zitrone gebissen hätte. „ … Das ist Konservative Politik …“ – Verbrecher einsperren statt laufen lassen, kein Geld für Leute, die nicht arbeiten wollen und keine Zwangsabgaben wie GEZ – „ja, Igitt!“.