Ist Steuerhinterziehung das einzige asozial Verbrechen?

Es gibt neben Steuerhinterziehung, natürlich noch andere Strafbestände, die mit äußerster Härte gerichtet werden: Selbstverteidigung. Selbstverteidigung ist momentan einfach nur verpönt. Das hat mehrere Gründe. Erstmal hat der Selbstverteidigende dadurch, dass er sich nur verteidigt bewiesen, das er an keiner Persönlichkeitsstörung, Depression oder sonstiger Verwirrung leidet. Er hat nämlich rationales Handeln bewiesen. Somit kann es schon mal keine Milde geben. Außerdem hat ein Verteidigender generell illegal Selbstjustiz angewandt. Die Exekutive ist nämlich die Aufgabe der Polizei. Mündige Bürger wollen wir nicht! Des weiteren ist es natürlich falsch sich zu verteidigen. Alle Wertgegenstände sollten schleunigst ohne Umschweife ausgehändigt werden. Die pflichtbewusste Übergabe an den neuen Besitzer, sollte möglichst mit einer demütige Haltung durchgeführt werden. Besser ist es noch dem Benachteiligten beim plündern des Girokontos sofort zu helfen.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn Sie über eine kriminelle Laufbahn oder eine soziale Benachteiligung verfügen, können Sie wenn Sie sich wehren durchaus mit einem milden Urteil davonkommen. Dafür müssen Sie sich natürlich auch ordentlich wehren, also nicht nur so ein bisschen, das wäre ja schon wieder rational.

Die US-Wahl: Analyse

“Four more Years” waren Barack Obamas Worte zu seiner Wiederwahl. Damit dürfte auch alles zu seiner nächsten Wahlperiode gesagt sein.
Doch es gibt mehrere interessante Gesichtspunkte zu dieser Wahl:
So hat Romney die Wahl aus zwei wesentlichen Gründen verloren. Als erstes hat er sehr viele Stimmen Aufgrund des Hurrikan mit dem Ostdeutschen Namen Sandy an Obama verloren. Es war keine Inszenierung aus alleinigen Selbstzweck raus, da eine verunsicherte Bevölkerung in Krisenzeiten eine Führungsperson braucht. Diese wird gebraucht um die Bevölkerung zu beruhigen und aufzubauen, weil es viel Kraft kosten wird alles wieder aufzubauen und das Geschehene zu verarbeiten. Andererseits ist Obama ein guter Schauspieler und hat vollkommen perfekt den Rettungsleiter und Aufbauspezialisten gemimt. Was natürlich absoluter quatsch ist. Warum sollte oder muss ein Präsident ein guter Katastrophenmanager sein? Gut in Griechenland oder Japan wäre dies verständlich. Andererseits: Würde sich jemand etwa eine ausgemachte Schlaftablette wie z.B. den franz. Präsident Hollande in den Krisenzeiten als Retter wünschen. Wohl kaum.
Man kann in diesem Punkt Obama keinen Vorwurf machen, dass er inszeniert hat, weil die Inszenierung seien musste.
Das wahrscheinlich noch viel größere Manko des Romney war, dass er keine klare Linie hatte. In den Vorwahlen war er Rechts, im Duell mit Obama war er so liberal, dass selbst Gandhi neidisch gewesen wäre. Er ist der Prototyp eines Opportunisten. Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund warum er den Sektenspinnern ( den Mormonen ), dessen Glauben jeglicher Vernunft widerspricht, nicht wie ich den Rücken zugekehrt hat. Er hätte es sich ja mit Joseph Smiths Urenkeln verübeln können.
Auch sein Statement über die 47%, die keine Steuern zahlen, keinen Sinn für Eingenverantwortung haben und deshalb Obama wählen, war einfach nur billige Polemik für die Supereichen beim Dinner. Bei einem Treffen mit Gewerkschaftlern hätte er über parasitäre Investmentmanager, die keinen Sinn für das Wohlergehen der Nation haben, gesprochen. Romney hat sein kurzfristige Gleichziehen oder vielleicht auch Überholen Obamas vor der Wahl alleine der Antipathie und dem Misserfolg Obamas zu verdanken gehabt.
Kommen wir zu dem nächsten Interessanten Thema. Der Obamanie. Mit der Obamanie meine ich die vollkommene Übertreibung der positiven Eingenschaften Obamas ( und dem gleichzeitigen Verteufeln der Republikaner ) innerhalb Deutschlands. Es gibt keine Umfrage in der soviel Einigkeit herrscht ( über 90% zu 3% für Obama gegenüber Romney ). Das gab es noch nie. Das ist nicht zu Erklären. Diese Obama-Gläubigkeit macht mir Angst.
Versuchen wir mal diese hohe Prozentzahl einmal nachvollziehen: Den Widersacher kennt kaum einer, die Medien sind klar für die Demokraten ( betreiben Propaganda ), Obama hat mehr Charisma. Einer der weiteren Punkte ist, dass man als Obamaunterstützer mit zu “den liberalen Vordenkern” gehört und es kostet nicht mal eine echte Wahlstimme. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass einige Republikaner, waschechte Rassisten sind. Diese werden den Deutschen regelmäßig als Durchschnitts Republikaner präsentiert. Eine Partei die Rassisten hat geht gar nicht. Das wäre in jedem guten europäischen Land ein Fall für die SS, den Staatsschutz. Aber zu den fantastischen, schlimmsten und nervigsten Obama-Anhänger in Deutschland zählt ein Teil der Frauen. Diese Verhalten sich so als ob sie gerade auf einen Heiratsschwindler reinfallen würden. Für was muss Obama nicht alles Herhalten: Er sei für eine Welt ohne Waffen, gegen die Atomkraft, gegen die Todesstrafe, gegen den Kapitalismus.
Zum Glück stimmt dies alles nicht wirklich. Obama hat weder die Todesstrafe abgeschafft oder das Waffengesetz reformiert. ( Leider wurden auch Börsengeschäfte nicht besteuert. ) In ihrer Obamanie können sie auch nicht die Realität, die aus ihrer Weltanschauung traurig seien müsste, erkennen. Obama hat Guantanamo nicht geschlossen, er hat auch Osama erschießen lassen.
Zum Glück begegnet Obama seinen Deutschen Anhängern mit der gebührenden Missachtung. Und mit etwas Glück werden wir nie eine Rede von ihm als Präsidenten in Deutschland hören. Wobei diese besseres Kapital für Parodien als alle Nachhaltigkeitsveranstaltung der Welt zusammen liefern würde.
Kurz Zusammengefasst: Romney ist der Obama mit mehr Wirtschaftsverständnis. Obama ist der Romney mit mehr Charisma.

Noch haben wir was zu lachen

Gestern Abdend saß ich vorm Fernseher, hatte ein Bier in der Hand und war am Lachen. Bei Jauch war Steinbrück und ließ einen Kracher nach dem nächsten los. Seine Vorträge hätten halt eine große Nachfrage oder er würde immer den gleichen Preis verlangen, bis auf die Ausnahmen versteht sich.
Bald sitze ich auch vorm Fernseher, habe kein Bier und bin über die dort verbreiteten Lügen nur noch am weinen.

Die islamische Demokratie oder Erdogan hat Größenwahn

Erdogan hat vor Kurzem mal wieder eine Großveranstaltung abgegeben. Als Gast, der einzige anwesende Europäer, war unser Gas-Gerd anwesend.
Das Ganze war natürlich mal wieder eine Propaganda-Show für den einfachen Islam-Indoktrinierten, der sich auch über ein paar nationalistische und größenwahnsinnige Einwürfe erfreut. Man könnte jetzt über jede extremistische Äußerung herziehen, doch der Größenwahn Erdogans ist mir keine Zeile wert. Stattdessen möchte ich über die islamische Diktatur schreiben. Erdogan hat nämlich die islamische Demokratie als Staatskonzept für die arabischen/islamische Ländern vorgeschlagen. Viele Kommentatoren würden diesem Modell zustimmen, da sie der Auffassung sind, dass in den arabischen Ländern keine Demokratien nach dem westlichen Strickmuster entstehen werden.
Doch was genau ist eine islamische Demokratie? Wie verhält sie sich mit der Gleichberechtigung der Bürger oder der Religionsfreiheit? Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer liberalen Demokratie und einer von der Religion bestimmten Demokratie. In einer von der Religion bestimmten Demokratie, bestimmt der Staat, das die Staatsreligion besser zu behandeln ist als die andere Religionen. Ein Angehöriger einer religiösen Minderheit ist Bürger zweiter Klasse, Wenn nicht sogar eine unerwünschte Person, die die Religiosität der Mehrheit beeinträchtigt. Besonders schlecht würde es den Atheisten ergehen, da sie die Staatsreligion anzweifeln. In einer islamischen Demokratie werden die Minderheiten nicht vor der Willkür der Mehrheit geschützt, wie es eine liberale Demokratie bewältigt.
Es ist somit kaum verwunderlich, dass in der Türkei religiöse Minderheiten von dem Staat diskriminiert und unterdrückt werden. Auch die Pressefreiheit ist unter Erdogan beschnitten. Es sitzen in keinem anderen Land so viele Journalisten in dem Gefängnis.
Erdogan möchte die islamische Demokratie nicht nur in der arabischen Welt einführen, sondern auch in Europa. Shazes Placebos lehnt die islamische Demokratie ab, da der Autor dieser Zeilen, als Agnostiker höchsten ein Mensch dritter Klasse ( das ist noch über der Klasse der Atheisten und Satanisten ) wäre.
Trotz allem befürworte ich eine islamische Demokratie in der islamischen Welt, da sie eine Verbesserung zur der jetzigen Situation führen würde. Außerdem ist eine islamische Demokratie nur eine Übergangsform zu einer liberalen Demokratie nach westlichem Vorbild. Warum? Nehmen wir uns wieder Erdogan als Beispiel. Er ist bemüht in seinem Land den Lebensstandart zu verbessern und schafft dies wahrscheinlich besser als es eine Diktatur je schaffen könnte. Dies macht er indem er die Wirtschaft liberalisiert. Somit steigt das Einkommen der Bevölkerung. Um einen noch höheren Lebensstandart zu erreichen, muss die Bevölkerung besser ausgebildet werden. Um einen dann noch größeren Lebensstandart zu erlangen, muss der Bevölkerung das beigebracht werden, was im Koran nicht drin steht, ein kritischer Geist. Je höher ein Lebensstandart oder ein Entwicklungsstand eines Landes also ist, desto weniger religiös ist die Bevölkerung ( Es sei den der Wohlstand ist nur durch den Abbau von Ressourcen entstanden ).
Eine islamische Demokratie ist somit eine Staatsform, dessen Ziel es genauso wie eine liberale Demokratie zu werden ist. Außerdem ist eine islamische Demokratie eine Staatsform, die dabei ist sich selbst aufzulösen. Das Lustige ist, dass die Islamisten, wie Erdogan, die Demokratie nur als eine Art Hilfsobjekt -„Die Demokratie ist ein Zug auf den man aufspringt.“ – für das Erreichen einer islamischen Weltordnung sehen und den Westen abgrundtief hassen, dabei sind ihr Land dem Westen anzupassen. Eine islamische Demokratie ist ein implodierender Stern, an dessen Ende ein neuer, noch heller strahlender Stern stehen kann.

Genehme und nicht genehme Provokationen

Es gibt scheinbar zwei Arten von Provokationen. Zumindest, wenn man die Reaktionen der Medien nach einem „Islam-Schmäh-Film“ mit denen nach dem Auftritt von Pussy-Riot vergleicht.
Ich möchte hiermit nicht die eine Provokation gegen die andere ausspielen. Ich möchte vielmehr die einseitige Sichtweise der Medien kritisieren.
Ich bin generell für Provokationen! Warum? Weil Provokationen gesellschaftliche Situationen, Hierarchien und Weltanschauungen in Frage stellen. Die Provokation wirkt auf die Gesellschaft wie eine Schocktherapie. Somit können sich Gesellschaften weiter entwickeln.
Warum reagieren die Medien auf das Mohammed-Video vollkommen anders als auf die Provokation von Pussy-Riot? Der Hauptgrund liegt darin, dass die Provokateure rechts statt links sind. Wäre das Ziel der Provokation die USA statt dem Islam gewesen, hätten sich die ganzen Kommentatoren, die eine Mitschuld oder gar die volle Schuld bei den Filmdrehern sehen, sich innerlich die Hände gerieben. Mich persönlich widert dieses moralische Getue und vorgetäuschte Verständnis für Mörder einfach nur an. Und wahrscheinlich fördert gerade das von dem Westen gezeigte Verständnis für den Lynch-Mob, die Islamisten am meisten.
Es gibt keine moralische Begründung für die Provokation. Es ist immer nicht nett zu provozieren. Die Provokationen in gute und schlechte zu unterscheiden ist hingegen heuchlerisch. Pussy-Riot hat nur ein Lied in einer Kirche gesungen und ein Kopte hat zusammen mit Evangelikalen einen Film über Mohammed gedreht. Es handelt sich also um Lappalien. Und wären die arabischen Länder und Russland liberale Demokratien, so wären die Provokationen nur eine kleine Randnotiz gewesen. Selbst innerhalb der wirtschaftlich aufstrebenden Türkei gab es kaum Proteste.
Das Ziel der linken Medien ist ein links-konforme Gesellschaft, die gleichgeschaltet ist, und ein Land, das eine Art Besserungsanstalt ist. Der Weg ist moralischer Rassismus, da ihre Propaganda darauf aufbaut, dass Araber oder Muslime bei womöglichen Beleidigungen zu Islamisten mutieren. Die Islamisten profitieren davon und versuchen ihre Ansichten auch in unseren westlichen Demokratien mit der Zuckerbrot und Peitsche-Methode durchzusetzen. Eigentlich wären sie ja ganz nett, doch wer den Onkel Mohammed verunglimpft ist doch selber Schuld.
Nochmals: In einer Demokratie spielt es keine Rolle welche Rasse, welche Religion, oder welche Gruppe ich kritisiere oder provoziere, weil gleiches Recht für alle gilt.

Der sagt doch was, was die Nazis auch gesagt haben

In einer Islamdebatte, ich habe durch Zufall in eine Islamdebatte rein-gezipt, hat Abdel Samad eine Metapher verwendet. Er verglich den Islam mit einem Kapitän, der eine Karte aus dem siebten Jahrhundert verwendet.
Darauf hin hat später, bei den Zuschauerfragen, eine Frau hysterisch davon gefaselt, dass das Schiff eine schlechte Metapher sei, da Nazis oft davon sprechen, dass das Boot voll sei.
Zum einen ist erstaunlich, was für Assoziationen manche Menschen haben, wenn es um das dritte Reich oder die Neonazis geht. Man könnte meinen, dass manche Menschen den halben Tag lang Nazisprüche sich anhören und lesen, sonst würden sie nicht auf solche absurden Gedanken kommen. Abdel-Samads Metapher hatte nun wirklich überhaupt nichts mit dem Gewäsch von den „Nationaldemokraten“ zu tun.

Der andere Gedanke der mir dabei kommt ist: Warum sollen wir nicht Wörter, die vielleicht auch im dritten Reich gesprochen wurden, benutzten? Wir essen doch auch mit Messer und Gabel. Ich fürchte, dass dies auch die Nazis im dritten Reich taten. Außerdem benutzten viele sowieso Joseph Goebbels Zitat „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ ( Das Zitat Stammt nicht von Churchill. Churchill hat gesagt, das die statistische Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland den zweiten Weltkrieg gewinnen werde, bei 0 liegt. Darauf hat Goebbels die Propagandamaschine ins laufen gebracht und Churchill dieses Zitat untergejubelt um die Glaubwürdigkeit Churchills zu untergraben. Diese Propaganda hat immer noch großen Erfolg, da viele Leute tatsächlich glauben, dass es Churchill gesagt hätte.)
Natürlich gibt es Zitate die gegen den guten Geschmack verstoßen, da die Nazis sie pervertiert haben. Dazu zählt für mich „entartet“ oder „Arbeit mach frei“.

Zum Abschluss muss ich aber noch gestehen, dass mir derbe Zitate gefallen, auch obwohl ich den Autoren hasse. Aber Wörter sind wie Wind. Jeder darf mit ihnen machen, was er will. Gut gefällt mir auch: „Es kommt auf den Zähler an und nicht auf den Wähler“ – Stalin. „Wenn ich schon intellektuell höre, geht mir mein Messer in der Tasche auf“ – Goebbels.
Und zum Abschluss ein Zitat von Churchill. Die Dame sagte zu Churchill: „Wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee schütten.“ Darauf antwortete Churchill: „Wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken.“

Die Islamdebatte

Den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland.“. Kann man auf mehrere Weisen interpretieren. Die erste Interpretation, die von dem aus dem Bundespräsidentenamt zurückgetretene Wulff, ist dass der Islam von Deutschen praktiziert wird. Also gehört der Islam zu Deutschland.
Nach dieser Logik gibt es aber nicht viel, was nicht zu Deutschland gehört. Genauso gut hätte man auch behaupten können, dass der Antisemitismus, der europäische Buddhismus ( der Nihilismus ) und der Nationalsozialismus zu Deutschland gehören. Somit ist diese Interpretation sinnlos.

Natürlich gehört der Islam nicht zu Deutschland. Dabei meine ich nicht die historische und die kulturelle Interpretation, in denen der Islam auch nicht zu Deutschland gehört. Sondern die demokratischen Werte, wie Meinungsfreiheit, Gleichheit und die kritische Nachfrage. Dies alles fehlt im Islam. Jetzt könnte man dagegen argumentieren, dass die wenigsten Religionen der Demokratie entsprechen. Stimmt, aber das Christentum ordnet sich dem Staat unter und versucht nicht das politische Tagesgeschäft zu bestimmen. Außerdem versucht das Christentum in Europa nicht ein eigenes Strafrecht durchzusetzen.
Dagegen kann man argumentieren, dass man den Islam gar-nicht verallgemeinern kann, weil es DEN Islam nicht gäbe. Tatsächlich verallgemeinert fast niemand den Islam, der Sufismus ist anders als der Salafismus. Doch der Sufismus spielt kaum eine Rolle. Während der Salafismus eine feste politische Größe in Saudi-Arabien ist, spielt der Sufismus keine Rolle in den islamischen Ländern. Mit anderen Worten: Der Islam wird daran gemessen, wie er sich verhält, wenn er in der Majorität ist. Und die Meinungsumfragen zu Freiheit, Gleichberechtigung von Muslimen belegen dies.

Dieses Zitat von Goebbels könnte auch von einem Islamisten stammen: „”Wenn unsere Gegner sagen: ›Ja, wir haben Euch doch früher die [...] Freiheit der Meinung zugebilligt.‹ Ja, Ihr uns! Das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! [...] Daß Ihr das uns gegeben habt, das ist ja ein Beweis, wie dumm Ihr seid!

Das Propaganda-Fernsehen

Das Fernsehen ist grausam. Das Fernsehen ist dumm. Und das Fernsehen macht Propaganda.
Ich habe versucht mir die Olympiade anzuschauen. Doch stattdessen kam eine Dokumentation über die Liebesgeschichten der Olympiade. Ich wollte schon umschalten, bis folgender Satz zu hören war: „Bei Liebesgeschichten und Olympiade fällt einem sofort 1972 ein.“. Jetzt war ich wirklich erst einmal baff. Mir, nicht Zeitzeuge, fällt zur Olympiade 1972 nur eine Sache ein, die in die Geschichte der Olympiade eingegangen ist und eine Romanze war das garantiert nicht. Nach dem ich mich wieder zu Besinnung gekommen bin, habe ich sofort umgeschaltet. Wenn schon nicht Olympia, dann finde ich vielleicht eine Doku über den Marsroboter, habe ich mir gedacht. Doch im nächsten Kanal, der bei mir 24h-Tagesschau heißt, lief SWR. Das Thema der Sendung war, ob die Industrie den Ökostrom mit zahlen muss oder wie wir sie dazu zwingen müssen oder so ähnlich. Dazu wurden drei Leute per Skype befragt wie ihre Meinung zu dem Thema sei. Der erste, ein Student, hat gesagt, dass er es eigentlich nicht sagen möchte, aber dass endlich umverteilt werden muss. Der nächste meinte, dass die Natur es sich endlich verdient hätte. Der letzte, ein Solaranlagenbesitzer konnte seinen Vorrednern nur zustimmen und fügte noch hinzu, dass es 20-30 Prozent Einspar-Potential gäbe.
Der Gedanke, dass man die Kosten einfach senken könnte, indem man die Milliarden Euro Subventionen und die bevorzugte Netzeinspeisung der erneuerbaren Energien streichen würde, hatte leider niemand.

Bei Zuschauerbefragungen stelle ich mir oft die Frage, wie es bei einer direkten Demokratie aussehe. Mir wird bei dem Gedanken, wie es bei einer direkten Demokratie laufen würde, Angst und Bange. Würde man dann noch viel schneller und noch ignoranter in den Abgrund springen?
Andererseits könnte es ja auch funktionieren. Die Politiker haben, wie sie oft beweisen, auch keine Ahnung. Doch man braucht so etwas wie neutrale und faire Medien, die keine Propaganda betreiben.

Ein weiteres Beispiel für die nicht ganz unparteiische Berichterstattung, kam erst gestern im Fernsehen. Nicht nur, dass sie einseitig über die US-Präsidentenwahl berichten, so haben sich die deutschen Nachrichten, die eigentlich besonders amerikakritisch sind, vollkommen dem simplen Niveau der US-Präsidentschaftswahlen angepasst. Dort geht nämlich im Prinzip nur darum, dass der Kandidat gewinnt, dem am wenigsten Missgriffe gelingen. Nach diesem Motto berichten die deutsche Medien fast ausschließlich von Romneys Versprechern. Am besten war, der Gesichtsausdruck der Moderatorin als sie über eine Kurzzusammenfassung des Programms der Republikaner gesprochen hat. Es hat so ausgesehen als ob sie in eine Zitrone gebissen hätte. „ … Das ist Konservative Politik …“ – Verbrecher einsperren statt laufen lassen, kein Geld für Leute, die nicht arbeiten wollen und keine Zwangsabgaben wie GEZ – „ja, Igitt!“.

Die Massaker in Syrien sind eine Schande für den Westen

Ich finde es unverständlich, warum der Westen nicht in Syrien eingreift. Natürlich wird nicht alles nach Assad besser werden, aber nur ohne ihn hat das Land eine Perspektive. Doch der Westen hat keine Lust, für seine eigenen Werte einzustehen und den Kräften, die für eine Demokratie sind zu helfen. Niemand ist bereit ein paar Soldaten zu opfern um tausenden Syrer das Leben zu retten. Das ist eine Schande und kann der Demokratie in der arabischen Ländern dauerhaft schaden.

Deutschlands Gedenke

Keine 5 Minuten Frühnachrichten können einen überzeugen, dass das deutsche Gedenkwesen total bescheuert ist
Zu erst einmal eine kurze Erklärung: Bei dem deutschen Gedenkwesen handelt es sich in der Regel um das Aufsagen von leeren Phrasen. Führende Wissenschaftler sind sich nicht einig ob die deutsche Gedenkkultur zu der deutschen Moralkultur, dessen Hauptbewegungen die Waldsterben-Bewegung, die Antiatomkraft-Bewegung [ Anm. der Redaktion: gemeint ist die Antikernenergie-Bewegung], die Anti-Fortschritts-Bewegung und die Friedensbewegung sind, gehört oder ob die deutsche Moralkultur zur Gedenkkultur gehört.
Da eigentlich nur Phrasen aufgesagt werden, verwundert es nicht, dass es so zu einigen Versprechern und missverständlichen Formulierungen kommt. Der Klassiker dieser Versprecher ist wohl: „Einige Länder beneiden uns um diese Gedenkstätte.“

Im heutigen Frühfernsehen wurde sinngemäß gesagt, dass man an den Terroranschlag, der olympischen Spiele 1972 gedenken würde. Warum will man sich immer mal wieder an die Morde erinnern, warum nicht an die Toten?
Ein bisschen später kam der nächste Stumpfsinn. Eine Spielplatz in einer befreiten Zone in Syrien wird gezeigt. Des Spielplatz besteht aus einem kaputten Panzer und einem großen Haufen Geröll. Der Kommentar zu den Bildern war: „Dieser Spielplatz sollte uns ein Mahnmal sein.“ Ein Mahnmal für wofür soll es uns sein? Dafür, dass man sich nicht mit einem Diktator anlegen soll? Soll man sich einem Diktator unterwerfen? Warum muss man aus allem möglichen ein Mahnmal machen? Und wie soll uns ein Mahnmal eine Hilfe sein? Eigentlich lehrt es uns nur eine Sache: Wenn ein Diktator oder eine Mörderbande dich auf die Abschussliste setzt, nimm die Beine in die Hand.

Einen Verbesserungsvorschlag für die Moralkultur habe ich dennoch. Es fehlt uns an der Professionalität. Es wird auch zu viel von unseren Politikern verlangt, wenn sie auf den Punkt Trauer empfinden müssen. Das geht einfach nicht. Wir sollten deswegen professionelle Gedenkredner einstellen, die für uns zu allen möglichen Gedenkfeiern, Reden halten.