Nichts ist wichtiger als die Freiheit! – Eine Streitschrift

In der letzten Zeit, gerade in der Causa Gauck, wird die Freiheit kritisiert. Allzu ausgeschweift führe die Freiheit zu Ungleichheit und langfristig gar in eine Oligarchie. Deshalb müsse die Freiheit der sozialen Gerechtigkeit angepasst oder untergeordnet werden.

Doch die Freiheitskritiker liegen falsch. Die Freiheit bedroht nicht die Gerechtigkeit, sondern macht diese erst möglich. Ohne den Kapitalismus, der auf freie Marktwirtschaft beruht, wäre Sozialhilfe nicht möglich. Die Freiheit ist somit die wichtige Grundvoraussetzung der sozialen Gerechtigkeit und kein Gegenpart. Denn ohne Wohlstand kann es keinen sozialen Ausgleich geben.

Warum wird die Freiheit dann aber kritisiert?

Es gibt mehrere Gründe warum die Freiheit so massiv kritisiert wird. Zum einen möchten gerade die Sozialisten die Freiheit gegen soziale Gerechtigkeit ausspielen, zum Beispiel durch Verstaatlichung. Ein anderer Grund, bzw. Mittel an der Freiheitskritik ist die Verallgemeinerung von negativen Beispielen. So werden Einzelfälle als Regelfälle des Kapitalismus dargestellt.

Die Freiheitskritiker haben ein anderes Menschenbild, indem der Mensch rundum versorgt ist. Wer für die Versorgung zahlt ist klar: Die Anderen! Die, die Geld haben! Warum? Weil, sie kapitalistische Ausbeuter sind!

Ich habe dagegen ein anderes Menschenbild. Die Menschen sollen Freiheit und Verantwortung haben. Die Freiheit über ihr Leben zu entscheiden. Diese Freiheit birgt auch Verantwortung. Verantwortung gegenüber sich selbst, den Eltern und den eigenen Kindern. Mit anderen Worten: Der Staat ist nicht für die Erziehung verantwortlich, sondern die Eltern. Zu der Verantwortung gehört auch die der Gesellschaft Hilfsbedürftige nicht verkümmern zu lassen.

Gauck der Präsident

Ich finde es gerade in der heutigen Zeit, in der immer mehr versucht wird soziale Gerechtigkeit gegen Freiheit auszuspielen, wichtig, dass eine respektable Person des öffentlichen Lebens sich für die Freiheit ausspricht.

Doch, schafft dieses Amt ab! Wir brauchen keine Instanz, die der Bevölkerung in das Gewissen redet. Wir brauchen auch keinen Repräsentanten der nur Orden verteilt und Staatsbesuche macht. Das ist mein Standpunkt, die auch der Tatsache trotzt, dass ich Gaucks Phrasen in jedem Detail zustimmen kann und ich einen Töpfer für einen wesentlich schlechteren Präsidentschaftskandidaten halte.

Denn der Westen hat immer schuld!

Egal welcher Fasson, die Leute sich zugehören, ob Rechtsextreme, Linksextreme, Wutbürger, Moralmenschen, säkulare Moslems oder radikale Moslems, sie geben dem ominösen Westen die Schuld für alles.

Dabei können die Leute, die gerne den Westen oder die USA kritisieren, einfach die bloße Existenz des Westens nicht akzeptieren. Die Hauptgründe für den Hass auf den “Westen” liegen, in der Freiheit, dem Reichtum, der Macht und dem Liberalismus. Die Freiheit und Liberalität des Einen erzeugt Unzufriedenheit bei dem der in Unfreiheit leben muss. So sind es Frauen in patriarchalischen oder religiösen Familien, die sich häufig über die Schlampen, die mit jeden Sex haben, aufregen. Reichtum und Macht erzeugt immer Neid. Die Macht der Vereinigten Staaten macht die militärisch unbedeutenden Staaten, z.B. Deutschland, neidisch.
Um mit der Überlegenheit des Westens mithalten zu können, Flüchten die Hasser und Neider in die Moral und in die Verschwörungstheorien. Auf die Verbrechen des Westens wird auch gerne mit dem Vergrößerungsglas geschaut.
Nun ist es unmoralisch Sex zu haben oder das Exekutieren Bin Ladens ist eine gemeine Verletzung der Souveränität des Staates Pakistan, der in manchen Regionen nur noch als failed state zu bezeichnen ist.

Aber, die “Kritiker des Westens” können sich beruhigen. So stehen sie in einer langen erfolgreichen Tradition mit bekannten Persönlichkeiten. So bezeichnete Sigmund Freud Amerika als einen Fehler. Im Gegensatz zu den meisten heutigen Kritikern war Sigmund Freud somit aber ehrlicher.
Einer der Fehler Amerikas war wahrscheinlich die klassenlose Gesellschaft gegenüber Europa, in der ein Tellerwäscher ein Millionär werden kann. Zwar haben sich Europa und die USA angeglichen, dennoch hätte ein Steve Jobs in Deutschland wahrscheinlich erst einmal einen Doktor fälschen müssen um Apple aufzubauen. Der Gedanke dieser klassenlosen und individuellen Gesellschaft, ist den Anhängern des Kollektivs immer noch ein Dorn im Auge. So werden die Republikaner oft als die Bösen dargestellt, weil sie auf die Mentalität, das ein Tellerwäscher ein Millionär werden kann, setzen und somit die Stimmen auch vieler armer Menschen, die hoffen irgendwann auch mal reich zu werden, setzen. Ich kann sie verstehen und bin aus dem selben Grund gegen die Umverteilung. Denn wenn ich reich bin möchte ich auch nicht meinen Reichtum in sinnloser Umverteilung opfern müssen.

Ein neuere Gruppe der Westenkritiker sind die säkularen Moslems. Diese geben dem Westen die Hauptschuld an der Rückständigkeit der islamischen Kultur. Sie bezeichnen die Islamisten als die Marionetten des Westens. Greift der Westen bei Diktatur ein, so würde der Westen offensichtlich eine Politik betreiben, die dafür sorgt das die Gesellschaft sich islamisiert oder der Westen interessiert sich nur für die Ressourcen. Greift der Westen nicht ein, so unterstützt der Westen Diktaturen um zu verhindern das sich die Gesellschaft demokratisiert und um die guten Handelskonditionen, die er durch den Diktator besitzt nicht zu verlieren.
Der Westen kann aber eines somit nie, die Sympathie gewinnen.
Dennoch vergessen diese Kritiker gerne, dass auch sie der ominöse Westen sind. Denn wer nicht von der Hand in den Mund leben will, muss sich mit den Produkten des Westens arrangieren. Und wer Produkte konsumiert, der unterstützt den Westen, egal ob amerikanische, chinesische oder türkische und algerische.

Ein weiteres Beispiel für die Substanzlose Kritik ist der ehemalige amerikanische Präsident Bush, der Wegen Abwägungsentscheidungen als Massenmörder dargestellt wird. Gehasst wird dabei eigentlich die Macht der vereinigten Staaten. So hat Kim Jong-il, als er einen Brief von Clinton erhalten hat, drei Tage Freudenfeste abhalten lassen. Es wurde ein Treffen vereinbart. Doch der darauffolgende Präsident Bush hat es abgesagt. Vielleicht hätte sich bei einer Annäherung der USA und Nord Korea, Nord Korea sich geöffnet. Vielleicht hätte Kim Jong-il seinen weicheren älteren Sohn und nicht den jüngeren Sohn, den er für sein Ebenbild hält, als Nachfolger bestimmt. Dennoch mache ich Bush nicht für seine Abwägungsentscheidung verantwortlich, denn bei einer Annäherung hätte man auch mit einem absolut faschistischen und mörderischen Regime kooperieren müssen.

Edit: Ein weiteres Beispiel für den Antiamerikanismus:

http://www.welt.de/vermischtes/article13796789/Amerika-Hass-wird-deutschem-Taeter-zum-Verhaengnis.html

Tja, jetzt kann man abwarten wieviele Jahre der Idiot weggesperrt wird. Die USA haben im Gegensatz zu der sozial-romantischen-deutschen Judikative, eine Rechtssprechung die auch Strafen vorsieht und die Angabe, das Inland zu hassen, wirkt sich nicht strafmildernd aus.