EU – Chance oder Untergang?

Betrachten wir ein Mal das Model der EU fernab der Krise. Warum wurde die EU überhaupt gegründet?

Es gibt zwei Kategorien für die Argumente für die Gründung der EU. Nämlich einmal die offiziellen Argumente für die Bevölkerung. Dazu zählt etwa Frieden, Wohlstand und Wettbewerbungsfähigkeit gegenüber den großen Ländern erhalten. (Die ersten beiden Argumente sind natürlich Blödsinn)
Und es gibt natürlich die inoffiziellen Argumente. Die sind Größtenteils machtpolitische Argumente. So hat die EU zusammen den größten BIP. Aber andere Länder holen auf. Die Statistik des Bruttoinlandsproduktes der Jahre 2010 verdeutlicht dies:

1 United States $ 14,660,000,000,000
2 China $ 10,090,000,000,000
3 Japan $ 4,310,000,000,000
4 India $ 4,060,000,000,000
5 Germany $ 2,940,000,000,000

(Quelle The Wold Factbook CIA)

Das die BIPe der Welt steigen hat mit der Globalisierung und der größeren Bevölkerung dieser Länder zu tun.
So haben sich die Gründerväter der EU gedacht, dass mit der europäischen Union man wieder mehr „Power“ hat. Man ist zusammen sozusagen ein British Empire der Wirtschaft. Doch macht es wirklich Sinn auf die Massen zu setzen? Immerhin hat man aktuell ca. 492 Mio Einwohner in der EU. Doch dieser Blick täuscht. Dazu lohnt sich ein Blick auf die Geburtenzahlen:

1. India: 24936955
2. China: 16428264
3. Nigeria: 5511704
4. Pakistan: 4647972
5. Indonesia: 4445596
6. UnitedStates: 4331999
7. Ethiopia: 3906662
8. Bangladesh: 3643950
9. Brazil: 3619015
10. Philippines: 2580471
11. Mexico: 2175544
12. Egypt: 2021621
13. Uganda: 1643735
14. Sudan: 1627115
15. Vietnam: 1545678
16. Russia: 1533075
17. Iran: 1444882
18. Turkey: 1412624
19. Tanzania: 1395249
20. Kenya: 1377519
21. Afghanistan: 1128672
22. Burma: 1042736
23. SouthAfrica: 954598
24. Japan: 924537
25. Mozambique: 909233
26. Iraq: 875811
27. Thailand: 864025
28. Niger: 832337
29. Madagascar: 822452
30. Yemen: 808230

Was fällt auf? Ja es hat kein einziges europäisches Land unter die 30 Geburten-stärksten Länder geschafft. Zusammen hat die EU ca. 4,8 Mio Geburten – also weniger als ein Fünftel der Geburten von Indien – Tendenz sinkend. Geht es nach der Anzahl der Geburten kann Europa also einpacken.
Statt auf die Einstimmigkeit eines europäischen Superstaates, sollte man in Europa auf die Vielfalt in der Form von souveränen Nationalstaaten setzten, denn den Machtfantasien der Politiker sind klare demographische Schranken gesetzt. Außerdem hat es durchaus Vorteile wenn man klein ist. So gibt es die Schweiz seit dem Rütlischwur 7. November 1307 immer noch. Nicht nur, dass sie noch existiert, nein ihr geht es bestens. So hat sie eines der höchsten pro-Kopfeinkommen der Welt. Deshalb würde dem Europa und insbesondere der EU etwas Demut und auch Menschenverstand gut tun.

Der Rütlischwur (Wilhelm Tell von Schiller):

Wir wollen sein ein einzig[1] Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Advertisements

Merkel hat ein Ass im Ärmel

Merkel hat ein Ass im Ärmel © Shazes Placebos

Merkel hat ein Ass im Ärmel © Shazes Placebos

Die Eurorettung oder vielmehr der Eurokollaps steht bald bevor.

Noch versucht jedes Land das Beste rauszuholen. Sarkozy ließ mit Hilfe der EZB einen Teil der griechischen Staatsanleihen der französischen Banken aufkaufen und somit vergemeinschaftlichen. Merkel hat auf Zeit gespielt um den deutschen Aufschwung nicht zu gefährden. Und Berlusconi möchte, dass der nächste EZB Präsident, Mario Draghi, kräftig Geld druckt. Das macht natürlich Sinn. Wenn man kein Geld hat, druckt man einfach Welches.
Ab und zu werden dann Entscheidungen getroffen, die überhaupt nichts bringen. So sollen kurioserweise die Investoren auf freiwilliger Basis einen Schnitt machen oder die Ratings der Länder nicht mehr veröffentlicht werden.
Das hat natürlich alles nicht den Zweck Griechenland zu helfen. Griechenland hat inzwischen ein hohes Haushaltsdefizit und eine hohe Rezession.

Was genau für Interessen haben eigentlich die großen Länder des Euroraums?
Sarkozy möchte sich als Euro-Retter profilieren um den nächsten Wahlkampf zu gewinnen. Frankreich selbst ist bekanntlich auf dem absteigenden Ast und könnte die Gruppe der PIIGS erweitern.
Italien hat kein Interesse seine Defizite durch Einsparungen zu regeln. Stattdessen würden die Italiener am liebsten Geld drucken um mit Inflation die Schuldenproblematik in den Griff zu bekommen. Notfalls könnten ja auch die Nord-Länder oder besser gesagt Deutschland für den italienischen Staatshaushalt aufkommen.
Ja, von den gerissenen Italiener erwartet man natürlich noch den ein oder anderen „Trick“. Aber was ist mit den gutgläubigen Deutschen? Zahlen die wirklich?
Die Deutschen haben ein großes Privatvermögen und kein Interesse an einem Eudrachmeo. Trotzdem würde man von denen nie eine List erwarten. Doch Moment mal. Eine Euro-Regel besagt, dass ein Land nicht aus dem Euro geschmissen werden kann. Aber ein Land kann jederzeit den Euroraum verlassen. Doch dann müsste man schon eine alternative Währung gedruckt haben. Dieses Geld zu drucken würde mindestens mehrere Jahre dauern.

Tatsächlich, falls man Verschwörungstheoretikern oder den Gerüchten glaubt, druckt Deutschland schon seit Jahresanfang 2010 die DM 2.0. Nun wird das Verhalten der Deutschen immer klarer. Man hat auf Verzögerungstaktik gesetzt um Zeit für den Gelddruck zu haben. Die grinsenden Gesichter und der lockere Umgang mit Schutzschirmen trotz Milliardensummen wird nun klar.
So hat Merkel noch letztens grinsend in die Kamera gesprochen, das es immer eine Alternative gibt.
Deutschland möchte nicht für die Schulden anderer Euro-Staaten zahlen. Die Garantien, die man abgegeben hat, kann man aber mit einer starken DM locker zahlen. Alternativ könnte man auch Kieselsteine an die Pleitestaaten schicken, da der Euro zusammenbrechen wird.
Fraglich ist noch der Zeitpunkt an dem die große Umstellung stattfinden wird. Wahrscheinlich noch vor den nächsten Wahl, denn die muss auch noch gewonnen werden. Die Steinmeier, Steinbrücks, Gabriels, Trittihns und Schmidts würden neben der Merkel nur wie billige Laiendarsteller aussehen.

Natürlich habe ich mir das alles nur ausgedacht. Aber vielleicht stimmt ja meine Verschwörungstheorie.
Trotzdem, keine Sorgen Kameraden. Mutti wird schon alles regeln.

(Artikel vom 2011-10-26)

Amerikas Präsidenten

Foto: AP Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Foto: AP Quelle: NZ Netzeitung GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Amerikanischen Präsidenten sind bekannt für ihre weitreichenden Fehlentscheidungen.

So hat 1999 Bill Clinton den Weg für den Kasino-Kapitalismus an den Börsen mit der Entscheidung, den Glass-Steagall Act komplett aufzuheben, geebnet. Als ob das noch nicht gereicht hätte, hat Clintion jedem Amerikaner ein eigenes Haus versprochen. Die gierigen Spekulanten nahmen diesen Aufruf dankend entgegen. Somit wurde die US-Imobilenkrise vorprogrammiert.

Bereits der nächste US-Präsident George Walker Bush sorgte insbesondere mit dem Einmarsch der US-Army im Irak und Afghanistan für die nächsten großen Fehlentscheidungen. So starben in Folge dieser Kriege allein hundert Tausende. Millionen Menschen wurden vertreiben. Der politische Nutzwert dürfte allerdings äußerst gering sein. Außerdem wurden mit diesen Kriegen die Staatsverschuldung wieder angetrieben (unter Clinton wurde ein Haushaltsüberschuss erreicht).

Der jetzige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama scheint der US-Präsidentenlinie treu zu sein. So wurde eine gewaltiges Haushaltsdefizit in den Jahren 2009 und 2010 erreicht. Auch die gigantischen Pakete um die Wirtschaft anzukurbeln laufen ins Leere. Ein Grund dafür könnte darin liegen, dass inzwischen ein Großteil der amerikanischen Produktion in den Süd-Ost-Asiatischen Raum gewandert ist (unter anderem China, Bangladesch, Indien, Vietnam, Indonesien und Pakistan). Da wo nichts mehr ist, kann auch nichts mehr gefördert werden.
Der Schuldenabbau wird höchstwahrscheinlich nur mit einer hohen Inflationsrate gelingen können.

Die nächste Fehlentscheidung wird bald sicher kommen. Die Vorschuß-Lobeeren für den Friedensnobelpreis müssen noch zurückgezahlt werden.

Natürlich darf man auch nicht von dem europäischen finanzpolitischen Stalingrad, dem Euro, und dem panisch-deutschen Atomdesaster, dass Milliarden vernichten wird, ablenken.
Nur wer soll eigentlich noch in einer Welt, in der alles aus den Fugen geraten ist, Ordnung schaffen. Eine alternativlose Merkel mit Sicherheit nicht.

Ich fasse einmal alle aktuellen weltweiten Probleme zusammen:
Wir haben eine Bankenkrise, westliche und japanische Staatsschuldenkrisen, eine arabische Welt, dessen Erwartungen bald schon enttäuscht werden, in Aufruhr, dazu noch ein paar aufsässige von Testosteron gesteuerte Regierungen, ein paar vorprogrammierte Spekulationsblasen und einen panisch-deutschen Atomausstieg.
Die Zutaten für einen Weltkrieg liegen bereit. Es fragt sich nur wer aus ihnen einen Kuchen backen wird.

(Artikel vom 2011-10-21)

Dieser Artikel wurde erschien auch auf Primavera: http://www.primaverablog.de/2011/10/23/amerikas-prasidenten-ein-gastbeitrag-von-shazes-placebos/

Warum die Piraten nichts verändern werden

Inzwischen habe ich die Ansicht, dass alle Parteien eine Art Ideologie haben. Diese Ideologie ist vergleichbar mit einer Religion. Die anderen Parteien führen ins verderben und nur die eigene Partei sorgt dafür, dass im Land der Milch und Honig fließt.
Dies ist keineswegs übertrieben. Die Grünen möchten Beispielsweise Deutschland in ein großes Biotop verwandeln. Anders ist ihre Verweigerung bei dem Bau einer Stadtautobahn nicht zu verstehen.

Die Piratenpartei wird die Lücke, welche die FDP und vielleicht auch die Linkspartei hinterlassen, besetzen. Doch was will die Partei? Und wofür steht die Partei?
Die Piratenpartei scheint es selbst nicht zu wissen, da sie zu fast allen wichtigen Themen keine Stellung nimmt.
Selbst mir fällt es schwer, diese Partei zu kategorisieren. Ich würde diese Partei in die linke Ecke einordnen. Der Kern dieser Partei lässt sich als „Opern-Source-Ideologie“ oder „Internet-Ideologie“ beschreiben. So soll das Patentrecht und Urheberrecht abgeschafft werden. Die Partei hat die Ansicht, dass man technischen Fortschritt, Software, Kinofilme und Musik sozusagen sozialisieren soll, da sich das Internet nicht kontrollieren lässt. Damit soll sich die Entwicklung beschleunigen, da jeder auf alles Zugriff hat.
In der Berlinwahl waren ihre Hauptthemen die Einführung eines Grundeinkommens, kostenloser Nahverkehr und mehr Transparenz.

Fazit:
Die Piratenpartei hat ein modernes und sympathisches Auftreten. Doch ihr Programm ist ein modernisierter Sozialismus. Mit ihrer naiven Denkweise und Optimismus habe sie gutes Potential einen faschistischen Staat zu schaffen.
So werden die Abschaffung der Urheberrechte und Patentrechte genau das Gegenteil bewirken. Gerade Großkonzerne werden profitieren und gnadenlos alle Geschäftsmodelle und Erfindungen kopieren und in Billiglohnländer produzieren.
Ein Grundeinkommen würde den Staatshaushalt überlasten und die Transparenz ist nur ein Kampfbegriff. Was genau soll denn transparent gemacht werden und was habe ich als Bürger davon?
Für mich wirkt das alles, trotz der Fünf Jahre, die die Piraten für ein Programmentwicklung zeit hatte, nicht sehr gut durchdacht und realitätsfern.

(Artikel vom 2011-10-07)

Homo islamicus

Um eines vorweg zu nehmen, der Begriff „Homo islamicus“ stammt nicht von mir.

Die Welt schreibt (http://www.welt.de/politik/ausland/article13424268/Erdogan-veraendert-Tuerkei-so-tief-greifend-wie-Atatuerk.html):

„Für ihn ist der „muslimische Mensch“ dem westlichen „potenziell überlegen“. AKP-Denker schreiben auch gerne über einen neuen „Homo islamicus“ – strebsam, dynamisch, moralisch und muslimisch. „

Nun muss man erstmal etwas weiter ausholen, um zu erklären, warum Leute, die so etwas behaupten, als Vordenker und nicht als Witzfigur gelten.

In der Türkei fing so ziemlich alles mit der Staatsgründung von Atatürk an. Das Ziel der Reformen Atatürks war, die Türkei an das damals vorhandene, nationalistische und demokratische Europa anzubinden. Um dies zu erreichen, musste Atatürk die Macht des modernisierungsfeindlichen Islam beschränken und die Bildungssituation verbessern. Beides gelang ihm, weil er durch seine Siege im Unabhängigkeitskrieg als Kriegsheld galt. Die Türkei wurde laizistisch. Dabei vergaß Atatürk eines, nämlich, dass Demokratie vom Volk selbst kommen muss. Was nützt es, ein demokratisches System zu haben, in dem niemand die Grundsätze von Demokratie, Meinungsfreiheit und Wahlrecht schätzt. Diese Demokratie war von Anfang an keine richtige, denn das Militär bekam die Aufgabe des Wächters, der bei verfassungsfeindlichen Regierungen eingreift.

Was ist aus Atatürks Modernisierungsversuch nach mehreren Militärputschen übrig geblieben?
Die Türkei hat sich wieder islamisiert. Die Religionsbehörde, die die Macht des Islams begrenzen soll, tritt nun für seine Verbreitung ein. Das Militär ist weitestgehend seine Vormachtstellung los. Das alte System „der Kemalismus“, der inzwischen nur noch als Reformstopper auftrat, kommt auf den geschichtlichen Kompost. Der Kemalismus hatte sich schlichtweg nicht weiter entwickelt, man wollte ins Europa der Zwanziger-, Dreißigerjahre beitreten, nur hat sich Europa seit damals weiterentwickelt.

Nun zurück in die Gegenwart der Türkei. Erdogan hat sich einen Namen als Reformer gemacht. Außerdem hat er die alten Zöpfe des Kemalismus abgeschnitten. Er hat das Militär besiegt. Außerdem hat er sich außenpolitisch in alle möglichen Richtungen ausgestreckt. Er möchte die Türkei zur alten Stärke zurückführen.

Er steht nun aber vor dem gleichen Problem wie damals Atatürk. Dem Problem des Islam. Dies besteht hauptsächlich in der Reformunfreundlichkeit. Atatürk wollte den Islam nicht in die Moderne integrieren, er wollte ihn abschaffen.
Erdogan hingegen möchte dem Islam einen nationalistischen Anstrich verpassen. Doch wird sich der Islam so reformieren lassen? Die Meinungsfreiheit wurde inoffiziell mit der Inhaftierung der freien Presse und Regimekritiker abgeschafft.
Mit Moral und Islam lässt sich der Wahlkampf gewinnen. Wobei die Moral eigentlich immer ein zweischneidiges Schwert ist, auch wenn es besonders diejenigen, die sie gern benutzen, nicht wahr haben wollen.

Nein, der Islam wird so die Moderne nicht erreichen. Denn ohne Meinungsfreiheit wird auch der Fortschritt bald auf der Strecke bleiben. Außerdem gibt es das Konzept des Islam mit einem nationalistischen Anstrich schon (bzw. ist ein Teil von ihm), er nennt sich „Dschihad“.

(Artikel vom 2011-06-12)

Hello world!

Ich habe schon ein bisschen länger mit dem Gedanken gepspielt, mir eine neue Blog-Plattform zu suchen. Bei Blog.de gibt es keine Feedbacks zu meinen Blog-Themen. Das finde ich schade. Nun werde ich erstmal meine besten Artikel hierhin verschieben. Das Standart-Layout gefällt mir schon mal sehr gut. Hier kann man sich wohlfühlen.