Der Jahresvorblick, eine Prognose Teil 1

Wer kennt sie nicht? Diese Jahresrückblicke. In denen wird die alte Suppe von gestern vorgekaut. Da ich dem Leser unterstelle, dass er sich noch bestens an das vergangene Jahr und die wichtigsten politischen Ereignisse erinnern kann, z.B. der Fall Guttenberg oder der arabische Frühling, werde ich eine Prognose für die nächsten Jahren wagen. Dabei werde ich die aus meiner Sicht wichtigsten politischen Entscheidungen und Themen behandeln.

Arabischer Frühling

Der Arabische Frühling, also die Facebook-Generation, welche sich zur Demokratisierung und Liberalisierung bekennt, ist gescheitert. Die Revolten haben ausschließlich islamistische Mehrheitsverhältnisse hervorgebracht. Wobei Länder wie Marokko, Jordanien und Tunesien eher Stabil bleiben, so ist die Lage in Ägypten, Libyen, Jemen und Syrien unklar. Für Ägypten wäre gegenüber den Salafisten die bessere Lösung, wenn die Muslimbrüderschaft mit dem Militär eine neue Diktatur-Konstruktionsgebilde bilden. Bei Libyen und Syrien wird schon von gescheiterten Staaten gesprochen. Für Syrien wage ich keine Prognose. Jedenfalls wird das Weltgeschehen die Entwicklungen in der arabischen Welt weiter beschäftigen.

China – Ein globaler Player

Die Volksrepublik ist so etwas wie eine geldpolitische Sowjetunion. Es gibt dabei aber mehrere Fakten zu berücksichtigen. China hat eine Bevölkerungsanzahl die 4,2 mal so groß als die von den USA ist. Das Bruttosozialprodukt ist aber um ca. 29 Prozent geringer als das von den USA. China wird bei der Wirtschaftsleistung die USA garantiert überholen. Jetzt fangen aber schon die Abers und Wenns an. Chinas Wirtschaft wird nicht ewig wachsen, da die chinesischen Löhne steigen und schon in den Küstenregionen nahe bei den niedrigen Löhnen mancher Regionen in den USA liegen. Für höhere Löhne muss Chinas Wirtschaft innovativer werden. Außerdem fangen mit dem Wirtschaftlichen Aufstieg viele Probleme erst an. So wächst, paradoxer Weise, bei einer wirtschaftlichen Entwicklung auch immer die Unzufriedenheit. Beispielsweise erhöht sich die Selbstmordrate.
China hat demographische- (eine über-alternde Gesellschaft) und Umweltprobleme. So schrumpfen die landwirtschaftlich nutzbaren Gebiete.
Besondere Beachtung hat die besonders rücksichtslose und opportunistische Ressourcen-Politik der Volksrepublik, die unter anderem durch die vielen finanziellen Rücklagen möglich sind.
Die größte Sorge des Westens ist es bei Kaufangeboten für Rohstoffe übergangen zu werden. So hat man besondere Angst vor einem Abkommen zwischen den Ölländern und China, also Öl gegen Waren, denn China besitzt einen Großteil der seltenen Erden und die Golfregion besitzt einen Großteil an dem Ölvorkommen.

Energiewende

Die Energiewende ist im Grunde falsch. Europa braucht mehr Kernenergie um die Strombedürfnisse zu decken. Sicher liegt die weit entfernte Zukunft in erneuerbaren Energien. Die Energiewende hat viele falsche Annahmen als Grundlage:
Übertriebene Angst vor atomaren Unfällen, angeblicher Technologiesprung, sinkender Strombedarf.
Dazu stehen die benötigten Stromnetze lange nicht bereit. Man weiß nicht was man mit der überschüssigen Energie machen soll, weil nicht genügend Speicherkapazität vorhanden ist. Dazu kommen Stromschwankungen.
Außerdem treiben falsche Subventionen, den Strompreis in die Höhe. Das Projekt droht politisch zu scheitern.

Euro-Krise

Die Eurokrise ist noch lange nicht überstanden und bring ordentlich Konfliktpotential mit sich. Es bleibt auch die Frage, was genau ist eigentlich die Euro-Krise? Eine Staatsschuldenkrise oder eine Bankenkrise? Vielleicht gibt es in dieser Frage kein Entweder sondern nur ein Sowohl-als-auch. Allerdings bin ich der Ansicht, dass die Probleme der Staatsfinanzierung dominieren und nicht mit einem Ende der Bankenkrise verschwunden sind.

Das war der erste Teil der Jahresvorschau. Man wird feststellen das viele Themen mit einander verknüpft sind.

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