Wenn aus schlechter Satire gute Realsatire wird

Karneval ist eines der schlimmsten Feste die es gibt. Besonders bescheuert sind die „lustigen“ Büttenreden, die man auch als Satire für Besoffene bezeichnen könnte.

Nun hat eine Frau sich als Türkin verkleidet und mittels Klischees über Türken gespottet: (Die acht Minuten lohnen sich wirklich nicht)

http://www.youtube.com/watch?v=cO6f0KfruFM

Richtig lustig wurde es erst als die Reaktion aus der Türkei kam. So heißt es: „Der Beitrag sei eine einzige Aneinanderreihung negativer Assoziationen zu Türken gewesen, kritisierte der Landesausländerbeirat. Es habe sich um „Rassismus zur besten Sendezeit“ gehandelt.“ (
Türkische Medien kritisieren „Frankfurt Helau“: Karnevalssendung in der ARD „rassistisch“ – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/medien/kritik-an-karnevalssendung-tuerkische-medien-werfen-tv-rassismus-vor_aid_712483.html)

In der Tat lässt sich der Karneval-Humor durchaus heftig kritisieren. Doch wer sich nur beschwert, wenn er selbst betroffen ist, der offenbart, dass er keinen Sarkasmus und Spott auf eigene Kosten ertragen kann. Wäre dieser Vorwurf selbst sarkastisch gemeint, dass die Sendung rassistisch ist, wäre es gute Satire gewesen. Da es scheinbar ernsthaft gemeint ist, muss man resultieren, dass die Karnevalsgesellschaft seinen Meister gefunden hat, nämlich jemanden, der noch weniger Sinn für Humor besitzt.

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