Vuvuzela beim Zapfenstreich – ein Akt der gerechten Demokratie

Ich musste gestern lachen, als die Moderatoren den Protest bei dem Zapfenstreich als großen Akt der Demokratie beschrieben, den auch die Soldaten, die an der Zeremonie beteiligt waren, verteidigen würden. Zu erst einmal stellt sich die Frage: Wie demokratisch ist es wenn eine Gruppe von ein paar Hundert Leuten in einer Stadt von 3,5 Millionen Einwohnern eine Veranstaltung stört? Wer hat diese Leute denn demokratisch legitimiert? Würden sie bei dem nächsten Neonazi-Fackelzug auch von einem großen Akt der Demokratie sprechen?

Natürlich bin ich der Meinung, dass jeder Recht auf Meinungsfreiheit hat. Doch gehört zu diesem Recht auch politische Veranstaltungen zu stören? Ich denke nicht. Was die Moderatoren machen ist eine Billigung von absolut undemokratischen Verhaltensweisen in Namen der Gerechtigkeit. Sozusagen: Gerechter Krawall! Hätten Rechtsextreme eine politische Veranstaltung der Grünen mit Trillerpfeifen gestört, würden sie es natürlich ganz anders kommentieren. Gut es müssen ja nicht immer die Nazis sein: Nach der Logik der Moderatoren, habe ich das Recht auf der Beerdigung meines unliebsamen Nachbarn mit Gleichgesinnten die Trauerfeier mit Vuvuzelas zu stören – Irre!

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2 Gedanken zu „Vuvuzela beim Zapfenstreich – ein Akt der gerechten Demokratie

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