Die US-Wahl: Analyse

„Four more Years“ waren Barack Obamas Worte zu seiner Wiederwahl. Damit dürfte auch alles zu seiner nächsten Wahlperiode gesagt sein.
Doch es gibt mehrere interessante Gesichtspunkte zu dieser Wahl:
So hat Romney die Wahl aus zwei wesentlichen Gründen verloren. Als erstes hat er sehr viele Stimmen Aufgrund des Hurrikan mit dem Ostdeutschen Namen Sandy an Obama verloren. Es war keine Inszenierung aus alleinigen Selbstzweck raus, da eine verunsicherte Bevölkerung in Krisenzeiten eine Führungsperson braucht. Diese wird gebraucht um die Bevölkerung zu beruhigen und aufzubauen, weil es viel Kraft kosten wird alles wieder aufzubauen und das Geschehene zu verarbeiten. Andererseits ist Obama ein guter Schauspieler und hat vollkommen perfekt den Rettungsleiter und Aufbauspezialisten gemimt. Was natürlich absoluter quatsch ist. Warum sollte oder muss ein Präsident ein guter Katastrophenmanager sein? Gut in Griechenland oder Japan wäre dies verständlich. Andererseits: Würde sich jemand etwa eine ausgemachte Schlaftablette wie z.B. den franz. Präsident Hollande in den Krisenzeiten als Retter wünschen. Wohl kaum.
Man kann in diesem Punkt Obama keinen Vorwurf machen, dass er inszeniert hat, weil die Inszenierung seien musste.
Das wahrscheinlich noch viel größere Manko des Romney war, dass er keine klare Linie hatte. In den Vorwahlen war er Rechts, im Duell mit Obama war er so liberal, dass selbst Gandhi neidisch gewesen wäre. Er ist der Prototyp eines Opportunisten. Dies ist wahrscheinlich auch ein Grund warum er den Sektenspinnern ( den Mormonen ), dessen Glauben jeglicher Vernunft widerspricht, nicht wie ich den Rücken zugekehrt hat. Er hätte es sich ja mit Joseph Smiths Urenkeln verübeln können.
Auch sein Statement über die 47%, die keine Steuern zahlen, keinen Sinn für Eingenverantwortung haben und deshalb Obama wählen, war einfach nur billige Polemik für die Supereichen beim Dinner. Bei einem Treffen mit Gewerkschaftlern hätte er über parasitäre Investmentmanager, die keinen Sinn für das Wohlergehen der Nation haben, gesprochen. Romney hat sein kurzfristige Gleichziehen oder vielleicht auch Überholen Obamas vor der Wahl alleine der Antipathie und dem Misserfolg Obamas zu verdanken gehabt.
Kommen wir zu dem nächsten Interessanten Thema. Der Obamanie. Mit der Obamanie meine ich die vollkommene Übertreibung der positiven Eingenschaften Obamas ( und dem gleichzeitigen Verteufeln der Republikaner ) innerhalb Deutschlands. Es gibt keine Umfrage in der soviel Einigkeit herrscht ( über 90% zu 3% für Obama gegenüber Romney ). Das gab es noch nie. Das ist nicht zu Erklären. Diese Obama-Gläubigkeit macht mir Angst.
Versuchen wir mal diese hohe Prozentzahl einmal nachvollziehen: Den Widersacher kennt kaum einer, die Medien sind klar für die Demokraten ( betreiben Propaganda ), Obama hat mehr Charisma. Einer der weiteren Punkte ist, dass man als Obamaunterstützer mit zu „den liberalen Vordenkern“ gehört und es kostet nicht mal eine echte Wahlstimme. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass einige Republikaner, waschechte Rassisten sind. Diese werden den Deutschen regelmäßig als Durchschnitts Republikaner präsentiert. Eine Partei die Rassisten hat geht gar nicht. Das wäre in jedem guten europäischen Land ein Fall für die SS, den Staatsschutz. Aber zu den fantastischen, schlimmsten und nervigsten Obama-Anhänger in Deutschland zählt ein Teil der Frauen. Diese Verhalten sich so als ob sie gerade auf einen Heiratsschwindler reinfallen würden. Für was muss Obama nicht alles Herhalten: Er sei für eine Welt ohne Waffen, gegen die Atomkraft, gegen die Todesstrafe, gegen den Kapitalismus.
Zum Glück stimmt dies alles nicht wirklich. Obama hat weder die Todesstrafe abgeschafft oder das Waffengesetz reformiert. ( Leider wurden auch Börsengeschäfte nicht besteuert. ) In ihrer Obamanie können sie auch nicht die Realität, die aus ihrer Weltanschauung traurig seien müsste, erkennen. Obama hat Guantanamo nicht geschlossen, er hat auch Osama erschießen lassen.
Zum Glück begegnet Obama seinen Deutschen Anhängern mit der gebührenden Missachtung. Und mit etwas Glück werden wir nie eine Rede von ihm als Präsidenten in Deutschland hören. Wobei diese besseres Kapital für Parodien als alle Nachhaltigkeitsveranstaltung der Welt zusammen liefern würde.
Kurz Zusammengefasst: Romney ist der Obama mit mehr Wirtschaftsverständnis. Obama ist der Romney mit mehr Charisma.

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3 Gedanken zu „Die US-Wahl: Analyse

      • Hallo Shaze86! Gute Frage: Bei liberalem Faschismus, versucht ein „fanatisch“ liberaler/altruistischer Gutmensch (oder selbsgerechter Heuchler) seine eigenen Maßstäbe mit faschistischen Mitteln durchzusetzen (das Buch “Liberal Fascism” von Jonah Goldberg ist eine Historische Fundgrube, aber bitte nur das Original lesen und keine Wikipedia Zusammenfassungen!) Beste Gruesse.

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