Der Nahostkonflikt – Shazes Placebos liest aus dem Kaffeesatz

Im nahen Osten herrscht der Konflikt. Erst vor wenigen Tagen hat Ahmadinedschad wieder, nachdem er ebenfalls den Holocaust nicht geleugnet hat, die Auslöschung Israels nicht ausgerufen. Auf die erneut nicht getätigte Aussage des Irans hat Israel ebenfalls mehrmals nicht mit einer Zerstörung der nicht vorhandenen Atombauanlagen im Iran gedroht. Fanden Sie das kompliziert? Der nahe Osten kann es garantiert toppen:

Ahmadinedschads Freund Assad hat eine nicht demokratische Demokratisierung, die er wahrscheinlich nicht erfüllen will, angedeutet um die Regimegegner – was natürlich nicht geklappt hat – zu beruhigen.

Der nahe Osten weist auch reichliche Überraschungen auf. So erwies sich Saudi-Arabien als erfahrener Demokratie-Befürworter und Wahlkampfhelfer, indem es die Salafisten in Ägypten zu einem durchaus erfolgreichen Wahlergebnis geholfen hat, und dass obwohl es in Saudi-Arabien keine Demokratie gibt. Zu mindestens nicht nach unserem westlichen Verständnis. Nun wären wir bei der Grundsatz Debatte angelangt:

Führende Nahost-Experten sind zu der ernsthaften Annahmen angelangt, dass die Länder im nahen Osten demokratische Regierungen bekommen werden, welche aber nicht nach dem westlichen Vorbild aussehen werden.

Shazes Placebos konnte recherchieren, dass bereits Demokratien, die nicht nach dem westlichen Abbild aussehen, im nahen Osten vorhanden sind. So weisen fast alle Länder ein Wahlsystem, indem einer [Anmerkung der Redaktion: im Westen: alle] eine Stimme hat auf.

Eine weiteren Antwort auf eine Frage, die sehr aktuell ist, bleibt Shazes Placebos auf der Spur: Ist Ahmadinedschad etwa ein Antisemit? [Anmerkung der Redaktion: Um diese Frage zu beantworten müssen von sämtlichen namhaften Nahost-Experten erkundigen einholt werden]

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Hurra, die Ägypter haben gewählt!

Dahin ist der Traum von einer demokratischen arabischen Welt. Der wurde mit fast zwei-drittel Mehrheit aus Muslimbrüder und Salafisten in Ägypten beendet. Auch die Wahlbeteiligung lässt mit nur 52% (zu erst wurde von 62% gesprochen) im ersten Wahlgang und 39% im zweiten Wahlgang lässt auf ein Desinteresse der Menschen an Demokratie schließen.

Dabei hat das Land ernste Probleme zu behandeln. Ernste Probleme meinen dabei aber nicht die lächerlichen Problemchen die beispielsweise Deutschland bewältigen muss. Es geht um das Nötigste, Arbeitsplätze, Ressourcenmanagement (Wasser, Ackerfläche, Energiegewinnung), Begrenzung der Macht des Militärs, Bildung und Folgen der Überbevölkerung.
Und man darf nicht vergessen das ohne westliche Investoren, ohne Tourismus, ohne finanzielle Unterstützung der USA (für das Militär) und ohne Schiffe im Suezkanal, Ägypten keine Perspektive hat. Und der Westen befinden sich auf dem Rückzug. Die Investoren ziehen ihr Geld ab und die Touristen reisen nicht mehr nach Ägypten.
Das bedeutet für die Wirtschaft eine unglaublich hohe Rezession. Es wird aber ein hohes Wirtschaftswachstum benötigt um die steigende Bevölkerungszahl zu versorgen.

Das wirkliche Problem sind aber die Islamisten. Mit denen ist kein Fortschritt möglich. Die werden versuchen ihre steinzeitlichen Gesetze und Weltanschauungen in die ägyptische Verfassung einzubringen, festzusetzen und direkt die Macht zu übernehmen. Das Wahlergebnis ist ein weiterer Hinweis wohin die Reise gehen wird und wie die Stimmung im Land wirklich ist.
Die liberalen Demonstration scheinen aber, trotz ihrer Masse, nur ein Minderheitenbewegung zu sein, ähnlich wie die Links-Alternativen Demonstrationen in Deutschland. Die schweigende Mehrheit ist aber anderer Meinung und möchte scheinbar nur stabile Verhältnis egal unter wem.
Das könnte auch wieder die Militärs Hoffnung schöpfen lassen. Für die Kopten sind dies jedenfalls sicherlich keine guten Zeiten.

Man kann trotzdem nicht genau sagen wie sich das ganze entwickeln wird. Bleibt die Demokratie oder kommt es zu einem Bürgerkrieg? Es gibt 3-4 entscheidende Parteien die Liberalen, das Militär, schwer ein schätzbare opportunistischee Muslimbrüder und die radikalen Salafisten. Die Salafisten haben mit die stärksten Karten, da sie von Saudi-Arabien finanziell unterstützt werden.

Jede Revolution ersetzt eine Regime mit einem noch grausameren Regime.