Das Land der Steuereintreiber

Deutschland geht es super. Deutschland steht super da. Super Deutschland, óle óle. So in etwa beschreiben die Wirtschaftsjournalisten, gerne die deutsche Wirtschaftsleistung, insbesondere wenn sie sie mit der von den anderen europäischen Ländern vergleichen. Und tatsächlich, der Deutsche Wohlstand ist ein Mysterium. OK, eigentlich meint man nicht den Wohlstand sondern die deutschen Steuereinnahmen. Die sind nämlich gigantisch hoch und reichen leider dennoch nicht um den Staat zu finanzieren. Das deutsche System basiert auf einem ausgeklügelten Trick. Die eine Seite der Münze verteilt das Geld edelmütig, an die Familien, Arbeitslosen, Asozialen, Subventionshaie, Großkonzerne, Knastologen und sonstigen Bedürftigen. Die andere Seite der Münze zieht den Bürgern wieder das Geld aus der Tasche; dabei ist natürlich kein Trick zu schäbig. Es sind nicht nur die unzähligen direkten Steuern allein, die greifen, sondern auch die falschen Versprechungen und die indirekten Abgaben, wie Inflation (also das Geld der gutgläubigen Sparer), die kalte Progression, Rentenversprechungen die eingezogen werden. Nicht zu vergessen ist die Hand, die sich selbstlos ab und zu die eine oder andere von den gerade beschriebenen Münzen aus dem Steuerbeutel abgreift. Dies geschieht natürlich nur um einen kleinen Teil der nicht geringen Selbstkosten, die bei einer der vielen humanitären Aufgaben entstehen, auszugleichen.

Doch dieses System alleine kann natürlich nicht bestehen, deswegen gibt es noch zwei weitere wichtig Säulen: die unabhängigen Medien und das Refinanzierungssystem. Das Refinazierungssystem besteht aus einem magischen Dreieck. Der Staat braucht Geld und leiht es sich bei den Banken. Die Banken haben Eigenkapitalquote von etwa 5% und somit auch kein Geld und müssen es sich von der EZB, also wieder vom Staat, leihen. Falls dann bei den Banken aufgrund der hohen Hebel gewaltige Abschreibungen erfolgen, ist der Staat klug genug um auf die Zockermentalität der Banken hinzuweisen. Um diese zu heilen soll die Finanztransaktionssteuer eingeführt werden. Die unabhängigen Medien jubeln, der Mob auch, solange bis er realisiert wer eigentlich besteuert wird.

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Eurovision Song Contest: Wayne interessierts?

Cascada landet beim Eurovision Song Contest mit ihrem Song auf Platz 21 mit 18 Punkten. Auch ich bin enttäuscht. Denn damit ist Deutschland nicht vor, sondern hinter Endlang. Dennoch ist es kein Grund so zu hyperventilieren, wie die Deutschen es tun. Von hinten ist Cascada doch gar nicht mal so schlecht!
Die Deutschen, insbesondere die Presse und Öko-Optimierten, leiden unter Minderwertigkeitskomplexen. Was halten die andern wohl von UNS? Warum haben sie nicht für Cascada, obwohl sie doch täglich in diesem grünen und friedvoll eingerichteten Land an biologisch hochwertigen Stängel kaut und gesunde Flüssigkeiten schluckt, gestimmt?
Zumindest der Schuldige ist schnell gefunden: Angela Merkel. Sie habe indirekt mit ihrer aggressiven, habgierigen Politik des Geld Zurückhaltens Cascada keine Chance gelassen.
Natürlich ist das alles Unsinn, weder hat Merkel Einfluss auf die Stimmabgabe beim Euro Vision Song Contest, noch hatte Cascada Aussichten auf einen Top-10 Platz. Ich kann auch nicht verstehen, warum eine Platzierung gut oder schlecht für ein Land seien soll. Gut die Punktvergabe sagt durchaus etwas über die Beziehungen zwischen manchen Ländern aus. Aber sollte das wirklich unser Maßstab sein? In erster Linie gewinnt der „Künstler“ und nicht das Land.

Für den nächsten Euro Vision Song Contest sehen die Chancen wieder düster aus, wenn die Deutschen nicht ihre Selbstbewunderung und ihre pathologische Sucht nach Anerkennung ablegen. Es sei denn man lässt, bevor die nächste Blondine einen 20er+ sich abschleppt, Angele Merkel in Lederstrapsen antreten. Bei so einen abgefuckten SM-Scheiß, bleibt nur noch eine Gruppe am Fernseher – die Deutschen. Das ist dann unsere Chance.

Ein Demokrat verliert die Lust am Wählen

Deutschland droht ein sehr Wahlthemen-bezogener Wahlkampf, den Nebensächlichkeiten, Gefühle und Vorurteile entscheiden werden. Das muss nicht schlimm sein. Jemand der Kompetenz ausstrahlt, könnte tatsächlich auch welches besitzen. Ein Regierung muss man aber daran messen, was sie liefert. Was wir aber stattdessen erleben ist ein politisches Desaster. Hunderte Milliarden Fehlbeträge durch Target 2 Forderungen, eine vollkommene desaströse Planwirtschaft bei der Umsetzung der „Energiewende“, Aufgabe und Entmachtung der demokratischen Grundordnung in einigen Wahlkreisen, sittenwidrige Ausbeutung der Geringverdiener und Ausbau der Schmarotzerindustrie (fast jeder zweite Euro in Deutschland geht durch die staatliche Hand). Die Politik ist nicht einmal mehr in der Lage einfache Bauprojekte umzusetzen: Flughafen in Berlin, Hauptbahnhof in Stuttgart, Freizeitpark beim Nürburgring, Elbphilharmonie in Hamburg, etc. Sieht denn Niemand die Mängel im Land oder will dies einfach Niemand sehen?
Es ist klar wer die Wahl gewinnen wird. Das ist Merkel. Steinbrück ist unglaubwürdig. Steinbrück hat zudem sein Bundestagsmandat vernachlässigt. Er hofft jetzt auf eine Marktsteigerung seiner Honorare, falls er Kanzler wird. Dagegen ist der Wähler bei der Merkel sicher. Sie regiert Deutschland quasi direkt-demokratisch – nach dem aktuellen Stand der Meinungsumfrage. Zudem würde nur ein Verrückter den Wagenlenker austauschen, wenn der Wagen gerade den Berg runter brettert. Zudem wird es die erste Wahl werden, in der es nur so von Ratschlägen aus dem EU-Ausland hageln wird. Ich fürchte, dass die Belehrungen aus den südlichen EU-Ländern, ja einen vermeintlich sozialistischen/sozialdemokratischen Kanzler zu wählen, in das genau Gegenteilige verkehren werden.
Nun wären wir schon bei dem Verursacher fast jedem politischen Problems. Das ist die EU. Statt die Probleme zu verringern und Wohlstand zu sichern, sorgt die EU für eine zügige wirtschaftliche und politische Ruinierung. Meine größte Sorge ist das, was wir nach einer Vollendung des europäischen Integration erwarten dürfen. Wobei dies eine köstliche Parallele zum Sozialismus ist, der auch immer in der Endphase war. Was wir erwarten dürfen, sehen wir jetzt schon in Pommern. Den Verlust am Glauben an die Demokratie.
Diesen habe ich noch nicht verloren, aber ich werde trotzdem in das Lager der meisten Wähler übertreten.

Der Ausweg aus der Schuldenkrise

Es gibt zwei mögliche Strategien für die Rettung des Euros.
Die erste Strategie besagt, dass die Pleitestaaten den Euroraum verlassen sollen oder das der Euroraum aufgeteilt werden soll. Die zweite Strategie besagt, dass die anderen Länder für die Schulden der Pleitestaaten haften sollen und das die Nationalstaaten in einen europäischen Superstaat aufgehen sollen.
Die Länder des Euroraums verfolgen offenkundig die zweite Variante. Die Pleiteländer wollen natürlich nicht für ihre eigenen Schulden haften. Doch warum verfolgt auch Deutschland, das die Hauptlast trägt, diese Strategie? Ist dies dem Wunsch nach einem europäischen Superstaat geschuldet? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Fakt ist aber, dass Deutschland einen Weg der vielen kleienen Schritte in Richtung einer gigantischen Haftung geht. Gerade in der stärksten Zeit, der gefühlten Führung, prägt die Idee des totalen Verzichtes auf die eigenen Interessen, Deutschland am stärksten.
Eine Haftung für die Schulden andere Länder oder die Machtabgabe an die EU, was die Lösung für die Schuldenkrise seien soll, sind weder mit dem Grundgesetz vereinbar oder führen zu dem gewünschten Erfolg.
Denn je öfter sich Deutschland nachgiebig zeigt, desto weniger werden sich die Schuldenländer gezwungen sehen ihren Haushalt zu sanieren. Sind die Schulden ersteinmal verallgemeinert, so wird sich niemand mehr für sie verantwortlich fühlen und die Schuldenkrise wird schlimmer eskalieren als je zuvor.
Der einzige mögliche Ausweg bleibt somit nur noch die Aufspaltung der Eurozone, damit wieder jedes Land für seine selbst verursachten Schulden haftet. Dabei wäre es am einfachsten, wenn Deutschland die Eurozone verlassen würde. Dann könnten die Schuldenländer einen Ausweg über die Gelddruckprässe anstreben.
Der aktuelle Weg ist falsch. Die Haftungen für die faulen Papiere der Investoren und Banken sind ein Skandal.

Europa – die Besserungsanstalt

Geht es Ihnen auch so wie mir? Seit dem der Euro eingeführt wurde und Europa so in einem Streich befriedet wurde, bin ich ein ganz anderer Mensch.
Vor der großen Währungsunion, man sollte eigentlich von dem Zeitpunkt 0 sprechen, wäre ich gerne in Polen eingefallen oder wäre gerne im Stechschritt um den Eifelturm marschiert. Nun will ich nicht einmal mehr einen Schwulen oder einen Neger diskriminieren. Selbst Frauen belästige ich nicht mehr sexuell. Stattdessen habe ich nun das Bedürfnis den nächsten Wald abzuholzen um nachhaltige Windkraftanlagen zu errichten oder einem Migranten Deutsch beizubringen.
„Ohne den Euro gibt es kein Europa.“ Das sagte Merkel und hat verdammt noch mal Recht. Doch ich fürchte es gibt einen Haufen Spalter. Nehmen wir das ehemalige Jugoslawien als Beispiel. Die haben doch bewiesen, dass sie keinen Sinn für eine obervölkische Gemeinschaft haben. Oder Österreich-Ungern.
Das es aktuell so viel Zwist zwischen den EU-Ländern insbesondere den Euro-Ländern gibt, lässt sich mit der rapiden Entwicklung erklären. Man hätte es langsamer angehen sollen. Nämlich zu erst nur Deutschland, dann Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, BeNeLux, Frankreich. Später hätte man vielleicht auch Russland dazu holen können.
Trotz der kleineren Reibereien, sollte man die EU nicht zu stark kritisieren. Es sollte auch mehr statt weniger Europa gewagt werden. (Das ist günstiger Weise auch die Lösung für die Krise).
Es soll -leider- inzwischen Deutsche geben, die wieder die D-Mark haben wollen. HHHAAAAALLLLLLLLLOOOOOOO? Lieber die D-Mark als den Euro??? Die spinnen doch. Die DM würde doch auf-ge-wert-et. Das wollen wir doch nicht!