Volkes Meinung oder die Israelkritik von GraSS

Die Kritik an dem Gedicht von Grass ist ein Lehrstück für eine abgehobene Elite, die sich darüber aufregt, dass jemand das Ausspricht was der Großteil der Bevölkerung denkt und unterschwellig andeutet.

Natürlich ist das Gedicht von Grass zweifellos antisemitisch. Israel ist inzwischen der „Jude“ unter den Staaten. Wird Israel angegriffen, so hat Israel schuld an der Eskalation. Wehrt sich Israel und greift die Raketenstellungen an, so macht es sich mit einem Akt der Aggression schuldig.

Diese verdrehte und verzerrte Weltsicht trifft auch auf das Gedicht zu. Nicht mehr der Iran, der mehrmals die Auslöschung Israels angekündigt hat, sondern Israel, das sich wehren will wird als Gefahr für den Weltfrieden genannt.

Doch warum ist die Bevölkerung auf der Seite von den Israelkritikern? Das liegt an eben dieser Elite, die die genauen Sachverhalte nicht neutral darstellt und nicht darstellen will. Es wird über den nahen Osten meistens nur erst berichtet wenn Israel zurückschlägt. Die Raketenangriffe der Hamas finden dagegen eher selten den Weg in die Nachrichten. Dazu kommt oft die wiederholte Gleichstellung von Siedlungsbau und tödlichen Anschlägen. Den einzigen Fehler den Grass gemacht hat ist, dass er zu plump über das „Apartheidsregime“ geschrieben hat. Hätte er seine Gedankengänge milder formuliert hätte er sicher den Friedensnobelpreis bekommen.

So aber war das Gedicht selbst manchem gestandenen Antisemiten aus der Elite zu verräterisch. Die einfache Bevölkerung wundert sich hingegen, warum die Kritik antisemitisch seien könnte: Die Medien berichten doch ständig von dem Angriffsplan der israelischen Kriegstreiber und der imperialistischen Cowboys aus Amerika.

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Der Nahostkonflikt – Shazes Placebos liest aus dem Kaffeesatz

Im nahen Osten herrscht der Konflikt. Erst vor wenigen Tagen hat Ahmadinedschad wieder, nachdem er ebenfalls den Holocaust nicht geleugnet hat, die Auslöschung Israels nicht ausgerufen. Auf die erneut nicht getätigte Aussage des Irans hat Israel ebenfalls mehrmals nicht mit einer Zerstörung der nicht vorhandenen Atombauanlagen im Iran gedroht. Fanden Sie das kompliziert? Der nahe Osten kann es garantiert toppen:

Ahmadinedschads Freund Assad hat eine nicht demokratische Demokratisierung, die er wahrscheinlich nicht erfüllen will, angedeutet um die Regimegegner – was natürlich nicht geklappt hat – zu beruhigen.

Der nahe Osten weist auch reichliche Überraschungen auf. So erwies sich Saudi-Arabien als erfahrener Demokratie-Befürworter und Wahlkampfhelfer, indem es die Salafisten in Ägypten zu einem durchaus erfolgreichen Wahlergebnis geholfen hat, und dass obwohl es in Saudi-Arabien keine Demokratie gibt. Zu mindestens nicht nach unserem westlichen Verständnis. Nun wären wir bei der Grundsatz Debatte angelangt:

Führende Nahost-Experten sind zu der ernsthaften Annahmen angelangt, dass die Länder im nahen Osten demokratische Regierungen bekommen werden, welche aber nicht nach dem westlichen Vorbild aussehen werden.

Shazes Placebos konnte recherchieren, dass bereits Demokratien, die nicht nach dem westlichen Abbild aussehen, im nahen Osten vorhanden sind. So weisen fast alle Länder ein Wahlsystem, indem einer [Anmerkung der Redaktion: im Westen: alle] eine Stimme hat auf.

Eine weiteren Antwort auf eine Frage, die sehr aktuell ist, bleibt Shazes Placebos auf der Spur: Ist Ahmadinedschad etwa ein Antisemit? [Anmerkung der Redaktion: Um diese Frage zu beantworten müssen von sämtlichen namhaften Nahost-Experten erkundigen einholt werden]

Die meinen es doch nicht ernst!

Wer die Medien in der letzten Zeit verfolgt hat, wird sicher von den iranischen Atombombenplänen gehört haben. Man könnte meinen, dass die Europäer sich bei einem möglichen Atomangriff von dem Iran auf Israel in einer abgesicherten Schutzposition befinden und nach einer einmaligen iranischen Offensive sich wieder aus dem Versteck wagen können. Doch diese Vorstellung ist absurd, da nicht nur Israel bedroht wird. So könnte niemand verhindern, dass der Iran militante Islamisten mit Atomsprengsätzen bestücken würde. Würde es zu einer Ausradierung Israels kommen, wären die Europäer zudem als nächstes dran. Doch anstatt Verständnis für Israels Lage zu haben wird eine passive Friedenspolitik, die dem Aggressor hilft, betrieben.

Insbesondere die deutsche Haltung ist erbärmlich, heuchlerisch und zynisch. Man stellt die iranischen Drohungen als Lappalien und die israelische Abwehrhaltung als Kriegstreiberei dar. Dass der Iran mit der Auslöschung Israels droht, wäre ja nur ein herzlicher und rauer Umgangston zwischen alten Freunden. Oder mit anderen Worten: Die sind doch Genozide gewöhnt.

Das Internet verstehen & die verräterische Infragestellung

Die etablierten Parteien verstehen das Internet nicht, müssen aber über Gesetzte entscheiden obwohl sie nicht mal wissen was ein Browser ist. Die einzige Partei, die es versteht, ist die Piratenpartei. Allerdings kann diese Partei nicht mehr zwischen realer und virtueller Welt unterscheiden. Sie versuchen die Maßstäbe die in der virtuellen Welt funktionieren auf die reale Welt umzumünzen.
Dies ist ein wahres Dilemma und kann zu einer politischen Krise führen.

Es ist nicht alles Gold was glänzt im Internet. So regen Blogs Kritik an und fördern die Meinungsfreiheit. Allerdings führen diese Blogs auch zu Radikalisierung, da die Menschen nur noch einseitige Blogs lesen und sich gegenseitig bestätigen.

Was mich immer wieder erstaunt ist, wenn jemand behauptet für das Existenzrecht Israels zu sein. Ich habe noch nie und werde nie einem Land das Existenzrecht ab anerkennen. Und warum muss es dann immer Israel sein? Da gibt es doch andere Länder, zum Beispiel Belgien. Dort wird nämlich schon das Land nach einer möglichen Auflösung aufgeteilt. Die Flamen würden dann der Niederlande beitreten und die französisch sprechenden Wallonen würden, da sie Frankreich nicht leiden können, Deutschland beitreten. Trotz des Flämisch-wallonischer Konfliktes hat aber noch nie jemand Belgien die Existenz infrage gestellt. Somit ist die Existenzrechtsfrage nichts außer verräterisch.