Genehme und nicht genehme Provokationen

Es gibt scheinbar zwei Arten von Provokationen. Zumindest, wenn man die Reaktionen der Medien nach einem „Islam-Schmäh-Film“ mit denen nach dem Auftritt von Pussy-Riot vergleicht.
Ich möchte hiermit nicht die eine Provokation gegen die andere ausspielen. Ich möchte vielmehr die einseitige Sichtweise der Medien kritisieren.
Ich bin generell für Provokationen! Warum? Weil Provokationen gesellschaftliche Situationen, Hierarchien und Weltanschauungen in Frage stellen. Die Provokation wirkt auf die Gesellschaft wie eine Schocktherapie. Somit können sich Gesellschaften weiter entwickeln.
Warum reagieren die Medien auf das Mohammed-Video vollkommen anders als auf die Provokation von Pussy-Riot? Der Hauptgrund liegt darin, dass die Provokateure rechts statt links sind. Wäre das Ziel der Provokation die USA statt dem Islam gewesen, hätten sich die ganzen Kommentatoren, die eine Mitschuld oder gar die volle Schuld bei den Filmdrehern sehen, sich innerlich die Hände gerieben. Mich persönlich widert dieses moralische Getue und vorgetäuschte Verständnis für Mörder einfach nur an. Und wahrscheinlich fördert gerade das von dem Westen gezeigte Verständnis für den Lynch-Mob, die Islamisten am meisten.
Es gibt keine moralische Begründung für die Provokation. Es ist immer nicht nett zu provozieren. Die Provokationen in gute und schlechte zu unterscheiden ist hingegen heuchlerisch. Pussy-Riot hat nur ein Lied in einer Kirche gesungen und ein Kopte hat zusammen mit Evangelikalen einen Film über Mohammed gedreht. Es handelt sich also um Lappalien. Und wären die arabischen Länder und Russland liberale Demokratien, so wären die Provokationen nur eine kleine Randnotiz gewesen. Selbst innerhalb der wirtschaftlich aufstrebenden Türkei gab es kaum Proteste.
Das Ziel der linken Medien ist ein links-konforme Gesellschaft, die gleichgeschaltet ist, und ein Land, das eine Art Besserungsanstalt ist. Der Weg ist moralischer Rassismus, da ihre Propaganda darauf aufbaut, dass Araber oder Muslime bei womöglichen Beleidigungen zu Islamisten mutieren. Die Islamisten profitieren davon und versuchen ihre Ansichten auch in unseren westlichen Demokratien mit der Zuckerbrot und Peitsche-Methode durchzusetzen. Eigentlich wären sie ja ganz nett, doch wer den Onkel Mohammed verunglimpft ist doch selber Schuld.
Nochmals: In einer Demokratie spielt es keine Rolle welche Rasse, welche Religion, oder welche Gruppe ich kritisiere oder provoziere, weil gleiches Recht für alle gilt.

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Unter Linken oder Linke am Abgrund

Sonntagvormittag schaltet man nichts ahnend in Phoenix rein und wird dort von einer reißerischen linken Sektiererin überrascht. Es ist SPD Parteitag und die Ministerpräsidentin aus Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hält eine Rede.

Es geht darum, wofür die SPD steht. Die SPD mache Politik für Menschen. Sie hätten den richtigen Kompass, dabei wurde auf die linke Brusthälfte geklopft. Außerdem sei die SPD die Fortschrittspartei Deutschlands.

Somit hat Kraft ungewollt die größten Irrtümer der sozial Demokraten fein säuberlich aufgelistet.
Am schwerwiegendsten ist diese Erhöhung der eigenen Meinung mit der Annahme auf der richtigen und guten Seite zu stehen. Zum einen führen über gute Vorsätze der Weg in die Hölle und zum anderen stimmt es einfach nicht, oder sind Besserverdienende, die mit 49% Spitzensteuersatz geschröpft werden sollen um sinnlose Geldverschwendungspolitik zu betreiben, etwa keine Menschen? Dieses Moralisieren führt dazu, dass man die Wohlhabenden als Kriminelle ansieht. Da wird ein gewöhnlicher Einkauf zum kapitalistischen Sündenlauf. Denn wo der eine Schulden hat, besitzt der andere ein Vermögen. Die Guten sind für die Umverteilung, die Bösen für die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit.
Die Linken stehen somit am moralischen Abgrund. Doch erkennen können sie es nicht. Wo viel Gutes ist, findet sich auch immer viel Böses.

Außerdem finde ich persönlich die „dunkle Seite“ der Macht einfach interessanter als dieses gutmenschliche Gelaber.

Ein kleiner Überblick über die linken Parteien:

Die Linke

Seit der antisemitischen Hetze und den Grußkarte an Fidel ist es relativ ruhig bei der ehemaligen Mauermörder-Partei geworden. Es ist höchstens ein Schrumpfungsprozess zu beobachten.

SPD

Die Zukunftspartei profitiert von der allgemeinen Ratlosigkeit und wird sich weiter links, um sich von der CDU abzugrenzen, einordnen.

Die Grünen

Eigentlich braucht man diese Partei nicht mehr, da es der Umwelt gut geht und es den Atomausstieg gibt. Das hat sich scheinbar noch nicht herumgesprochen und somit hat die Partei noch ca. 15 Prozent Zustimmung. Der Fukushimaboom lässt aber bereits merklich nach. Außerdem haben sie mit den Freibeutern Konkurrenz bekommen.

Die Piraten

Die naive Nerd-Partei ist aktuell im Aufwind. Auf dem letzten Parteitag hat sie nun auch ein bisschen Farbe bekannt. Neben kostenlosen Nahverkehr, Hetze gegen Urheberrecht und Patentrecht stehen nun auch legaler Verkauf von Heroin und ein bedingungsloses Grundeinkommen auf dem Programm. Außerdem versteckt man vieles in schön klingenden Begriffen wie Transparenz, Informationsfluss und Open Access. Diese Partei ist der fleischgewordene Geist der Naivität von Kellerkindern und der Dekadenz der Spaßgesellschaft.