Das Propaganda-Fernsehen

Das Fernsehen ist grausam. Das Fernsehen ist dumm. Und das Fernsehen macht Propaganda.
Ich habe versucht mir die Olympiade anzuschauen. Doch stattdessen kam eine Dokumentation über die Liebesgeschichten der Olympiade. Ich wollte schon umschalten, bis folgender Satz zu hören war: „Bei Liebesgeschichten und Olympiade fällt einem sofort 1972 ein.“. Jetzt war ich wirklich erst einmal baff. Mir, nicht Zeitzeuge, fällt zur Olympiade 1972 nur eine Sache ein, die in die Geschichte der Olympiade eingegangen ist und eine Romanze war das garantiert nicht. Nach dem ich mich wieder zu Besinnung gekommen bin, habe ich sofort umgeschaltet. Wenn schon nicht Olympia, dann finde ich vielleicht eine Doku über den Marsroboter, habe ich mir gedacht. Doch im nächsten Kanal, der bei mir 24h-Tagesschau heißt, lief SWR. Das Thema der Sendung war, ob die Industrie den Ökostrom mit zahlen muss oder wie wir sie dazu zwingen müssen oder so ähnlich. Dazu wurden drei Leute per Skype befragt wie ihre Meinung zu dem Thema sei. Der erste, ein Student, hat gesagt, dass er es eigentlich nicht sagen möchte, aber dass endlich umverteilt werden muss. Der nächste meinte, dass die Natur es sich endlich verdient hätte. Der letzte, ein Solaranlagenbesitzer konnte seinen Vorrednern nur zustimmen und fügte noch hinzu, dass es 20-30 Prozent Einspar-Potential gäbe.
Der Gedanke, dass man die Kosten einfach senken könnte, indem man die Milliarden Euro Subventionen und die bevorzugte Netzeinspeisung der erneuerbaren Energien streichen würde, hatte leider niemand.

Bei Zuschauerbefragungen stelle ich mir oft die Frage, wie es bei einer direkten Demokratie aussehe. Mir wird bei dem Gedanken, wie es bei einer direkten Demokratie laufen würde, Angst und Bange. Würde man dann noch viel schneller und noch ignoranter in den Abgrund springen?
Andererseits könnte es ja auch funktionieren. Die Politiker haben, wie sie oft beweisen, auch keine Ahnung. Doch man braucht so etwas wie neutrale und faire Medien, die keine Propaganda betreiben.

Ein weiteres Beispiel für die nicht ganz unparteiische Berichterstattung, kam erst gestern im Fernsehen. Nicht nur, dass sie einseitig über die US-Präsidentenwahl berichten, so haben sich die deutschen Nachrichten, die eigentlich besonders amerikakritisch sind, vollkommen dem simplen Niveau der US-Präsidentschaftswahlen angepasst. Dort geht nämlich im Prinzip nur darum, dass der Kandidat gewinnt, dem am wenigsten Missgriffe gelingen. Nach diesem Motto berichten die deutsche Medien fast ausschließlich von Romneys Versprechern. Am besten war, der Gesichtsausdruck der Moderatorin als sie über eine Kurzzusammenfassung des Programms der Republikaner gesprochen hat. Es hat so ausgesehen als ob sie in eine Zitrone gebissen hätte. „ … Das ist Konservative Politik …“ – Verbrecher einsperren statt laufen lassen, kein Geld für Leute, die nicht arbeiten wollen und keine Zwangsabgaben wie GEZ – „ja, Igitt!“.

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Das grüne Gewissen – Wie uns der Ökostrom ruiniert

Der Ökostrom wird uns ruinieren. Schon 600.000 Haushalte wurde das Licht ausgeknipst, weil sie die Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnten. Für die Grünen, die SPD und CDU/CSU sind dies nur Kollateralschäden. Besonders erstaunlich ist hier der Kurs der SPD, denn sie wertet inzwischen die Natur über den Menschen, im speziellen ihr eigenes Klientel.

Für Außenstehende ist der deutsche Nachhaltigkeitswahn mit Sicherheit nicht zu verstehen. Es ist auch absolut fraglich ob man der Natur überhaupt etwas Gutes tut, denn für jedes abgeschaltete Atomkraftwerk wird mindestens ein uraltes Kohlekraftwerk in Betrieb genommen. Kohlekraftwerke sind diese Kraftwerke, die Tonnen Ruß (ohne Filter), CO2, Uran und anderen Dreck in die Luft pusten. Ein Kohlekraftwerk verstrahlt somit die Umwelt mehr als ein Kernkraftwerk. Man kann von Glück sagen, dass sich dies bei den erneuerbaren-Energien-Fanatikern noch nicht herumgesprochen hat, sonst säßen wir schon heute im Dunkeln.

Die Subvention der Solarenergie ist auch eine Verteilung von unten nach oben. Häuslebauer können sich über einen hohen Gewinn freuen, während die restliche Bevölkerung über den Strompreis den Schwindel mitfinanzieren kann. Die, die es sich leisten können, zeigen nun auch noch mit dem moralischen Zeigefinger auf die Anderen, weil sie nun etwas ganz tolles für die Umwelt geleistet haben. Wahrscheinlich gefällt uns Deutschen gerade dies, weil wir hiermit bestens an mittelalterliche Traditionen anknüpfen können; also Zeiten in denen das Volk vom Adel und der Kirche moralisch herumkommandiert wurden.

Den Sinn und die Möglichkeit des Ausbaus eines Stromnetzes, das hauptsächlich aus Wind-, Sonnen- und Weizenenergie gewonnen wird, hinterfragt niemand. Warum auch? Es ist doch nachhaltig.

Es wird ein böses Erwachen geben, wenn die Bevölkerung merken wird, dass nicht immer der Wind weht, die Sonne scheint und es schon gar keine benötigte Speichersysteme geben wird. Die Verantwortlichen und Abkassierer werden dann aber schon längst dort sitzen wo fast immer die Sonne scheint.